ATF bestätigt „schwerwiegenden Vorfall” nach Erpressungsdrohung von Qilin
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Zusammenfassung
Die US-Bundesbehörde ATF, zuständig für die Durchsetzung der Gesetze zu Schusswaffen und Sprengstoffen, hat die Kompromittierung eines ihrer Systeme bestätigt. Vorausgegangen waren Behauptungen der Ransomware-Gruppe Qilin, die das Bureau of Alcohol, Tobacco, Firearms and Explosives am Mittwoch auf ihrem Leak-Portal im Darknet aufgeführt hatte – ohne Angaben dazu, ob Dateien aus ATF-Systemen entwendet wurden oder ein Lösegeld gefordert wurde. Am selben Tag veröffentlichte die ATF eine Mitteilung, in der sie den Einbruch in ein eigenständiges, vom Behördennetz getrenntes System als „schwerwiegenden Vorfall” bezeichnete. Die Untersuchung läuft gemeinsam mit dem US-Justizministerium. Nach Darstellung der Behörde gibt es keine Hinweise darauf, dass das ATF-Unternehmensnetz, das eForms-System oder andere Systeme betroffen sind. Unmittelbar nach Entdeckung habe man die Verbindungen zur betroffenen Umgebung gekappt und mit Incident-Response- und Forensikarbeiten begonnen. Der Betrieb der Behörde sei nicht beeinträchtigt worden; die Öffentlichkeit wird gebeten, Hinweise zu dem Angriff über die offizielle Hinweistelefonleitung zu melden. BleepingComputer bat einen ATF-Sprecher um weitere Auskünfte, eine Antwort lag zunächst nicht vor.
Qilin hatte die US-Waffenbehörde ATF am Mittwoch auf ihrer Darknet-Leak-Seite gelistet. Weder gab die Gruppe an, Daten aus den Systemen der Behörde entwendet zu haben, noch nannte sie eine Lösegeldforderung.
Noch am selben Tag ging die ATF mit einer Pressemitteilung an die Öffentlichkeit. Darin ist von einem „schwerwiegenden Vorfall” die Rede, der ein eigenständiges System betrifft. „Das betroffene System wird getrennt vom ATF-Unternehmensnetz betrieben, und es gibt keine Anzeichen dafür, dass der Vorfall das ATF-Unternehmensnetz, das ATF-eForms-System oder ein anderes ATF-System betroffen hat