Okta hat im zweiten Quartal des Geschäftsjahres, das am 31. Juli endete, 805 Millionen Dollar umgesetzt – 11 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Abonnementumsatz stieg um 12 Prozent auf 793 Millionen Dollar. Unter dem Strich verbuchte das Unternehmen einen Nettogewinn nach US-GAAP von 116 Millionen Dollar oder 65 Cent je verwässerter Aktie, nach 67 Millionen Dollar beziehungsweise 37 Cent im Vorjahresquartal. Bereinigt lag der Gewinn bei 1,05 Dollar je Aktie gegenüber 91 Cent.

Auch die Auftragslage entwickelte sich positiv: Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen (RPO) als Maß für den Abonnement-Auftragsbestand wuchsen um 17 Prozent auf 4,86 Milliarden Dollar. Der kurzfristige Anteil (cRPO), also die in den kommenden zwölf Monaten zu vereinnahmenden Erlöse, legte um 14 Prozent auf 2,59 Milliarden Dollar zu. Der operative Cashflow stieg von 167 auf 234 Millionen Dollar, der freie Cashflow von 162 auf 227 Millionen Dollar. Das operative Ergebnis nach GAAP hat sich mit 107 Millionen Dollar mehr als verdoppelt.

Inhaltlich verschiebt Okta seinen Schwerpunkt: Neben dem klassischen Identitätsmanagement für Beschäftigte und Kunden rückt die Absicherung von KI-Agenten in den Vordergrund. Diese Agenten können sich selbstständig mit Unternehmenssystemen verbinden, auf sensible Daten zugreifen und stellvertretend für Nutzer Aktionen ausführen.

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„Während KI-Agenten jede Technologieebene verändern, braucht jeder Agent eine vertrauenswürdige Identität und klare Kontrollen darüber, worauf er zugreifen und was er tun darf“, sagte Mitgründer und CEO Todd McKinnon. Okta helfe Organisationen dabei, KI-Agenten aufzuspüren, deren Verbindungen abzusichern, ihre Handlungen zu steuern und bei Problemen zu reagieren – damit Kunden Agenten sicherer und in großem Maßstab einsetzen könnten.

Dazu gehören die Produkte Okta for AI Agents und Auth0 for AI Agents, die das Auffinden von Agenten, die Absicherung ihrer Verbindungen, die Verwaltung ihrer Berechtigungen und die Reaktion auf verdächtige Aktivitäten unterstützen sollen.

Ergänzend baut Okta die Erkennung identitätsbezogener Bedrohungen durch die Übernahme von Permiso Security aus. Die Vereinbarung war im Juli angekündigt worden; am Mittwoch teilte Okta mit, dass die Transaktion abgeschlossen sei. Permiso betreibt eine cloud-native Plattform, die Bedrohungen im Zusammenhang mit menschlichen, nicht-menschlichen und agentischen Identitäten über mehrere Cloud-Umgebungen hinweg erkennt und eindämmt. Damit gewinnt Okta Einblick in verdächtiges Verhalten, das erst nach der Authentifizierung auftritt.

Geplant ist, Permisos Laufzeit-Erkennung und das Identity Posture Management in die eigene Identitätssicherheitsplattform zu integrieren. Das Bedrohungsforschungsteam P0 Labs von Permiso wechselt in Oktas Forschungsbereich.

Auf Basis des starken Quartals hob Okta die Prognose für das Geschäftsjahr 2027 an: Erwartet wird nun ein Jahresumsatz zwischen 3,216 und 3,226 Milliarden Dollar, was einem Wachstum von 10 bis 11 Prozent entspricht.