Angreifer benötigen keine anspruchsvolle Schwachstelle, um in die Google-Workspace-Umgebung eines Unternehmens zu gelangen. Social Engineering kann Beschäftigte dazu bringen, Zugang zu gewähren; eine alte Drittanbieter-Integration behält ihre Berechtigungen mitunter lange, nachdem sich niemand mehr erinnert, warum sie überhaupt erteilt wurden.
Solche übersehenen Pfade können Nutzerkonten, Daten und angebundene Anwendungen offenlegen. Sicherheitsteams stehen dann vor der Aufgabe zu rekonstruieren, wie sich die Angreifer Zugriff verschafft haben und wie weit die Kompromittierung bereits reicht.
Kapoor und Fitzgerald wollen im Webinar an konkreten, dokumentierten Fällen nachzeichnen, wo die Verteidigung versagt hat, was in den entscheidenden ersten Stunden geschah und welche Kontrollen den größten Unterschied gemacht hätten. Dazu gehört auch die Frage, welche Sicherheitsmaßnahmen tatsächlich Wirkung entfalten und welche überbewertet sind.
Ein weiterer Schwerpunkt ist der Blick nach vorn: Die beiden Referenten schildern, was sie priorisieren würden, wenn sie ein Sicherheitsprogramm für Google Workspace in einem schnell wachsenden Unternehmen von Grund auf neu aufbauen müssten.
Bewusst verzichten die Sprecher dabei nach eigener Ankündigung auf eine weitere ausufernde Sicherheitscheckliste. Stattdessen soll es um praktische Kontrollen und Reaktionsmaßnahmen gehen, die auch personell knapp ausgestattete Sicherheitsteams realistisch umsetzen können.
Die angekündigten Themen im Einzelnen: wie Bedrohungsakteure über Social Engineering und zu großzügig berechtigte Drittanbieter-Integrationen Zugang zu Google-Workspace-Umgebungen erlangen; was in den ersten Stunden eines Vorfalls passiert und welche Entscheidungen die Auswirkungen begrenzen oder verschlimmern; welche Sicherheitskontrollen für schnell wachsende Unternehmen mit begrenzten Ressourcen den größten Nutzen bringen; welche häufig übersehenen Schwachstellen Nutzer, Daten und angebundene Anwendungen ungeschützt lassen; und welche praktischen Verbesserungen sich kurzfristig umsetzen lassen — geordnet nach Aufwand und möglicher Wirkung.
Teilnehmende sollen am Ende ein klareres Bild davon haben, an welchen Stellen Google-Workspace-Umgebungen angreifbar sind, worauf es in der Frühphase eines Vorfalls ankommt und welche Verbesserungen den größten Effekt erzielen.
