Die Sorge vor einem zweiten Log4Shell währte nur kurz: Nachdem Berichte über eine kritische Schwachstelle zur Codeausführung aus der Ferne in Apache Log4j 2 kursierten, meldeten sich die Entwickler zu Wort und beschrieben das Problem als bekanntes „Nicht-Sicherheitsproblem". Sie bestätigten zwar grundsätzlich das Potenzial für eine Codeausführung aus der Ferne, verwiesen aber auf die sehr speziellen Voraussetzungen einer Ausnutzung — und darauf, dass die begrenzte Zeit der Freiwilligen sinnvoller eingesetzt werden könne.

U.S. Bancorp wies Behauptungen einer Ransomware-Gruppe zurück: Der Vorfall gehe auf einen möglichen Zwischenfall bei einem Dienstleister der vierten Ebene außerhalb der eigenen Umgebung zurück. Es gebe derzeit keine Hinweise darauf, dass Systeme, Netzwerke oder Datenbestände der Bank kompromittiert wurden. LockBit droht dennoch mit der Veröffentlichung angeblich erbeuteter Daten.

Der Anbieter gehärteter Container-Images Minimus stellt den Betrieb ein. Das Unternehmen hatte 2025 noch 51 Millionen Dollar eingesammelt, verwies nun aber auf ein Geschäfts- und Investitionsklima, das eine Fortführung unmöglich mache. Der Rückzug erfolgte weniger als einen Monat nach dem Auftritt auf der Black Hat. Kurz nach der Ankündigung teilte Echo mit, Minimus samt Technologie übernommen zu haben.

Anzeige

Zwei Untersuchungen zeigen das Ausmaß offen im Netz liegender Zugangsdaten. Truffle Security fand bei der Auswertung von 10.616 zwischen 2022 und 2026 offengelegten AWS-Schlüsseln mehr als 700 weiterhin aktive Unternehmensschlüssel mit vollständiger Kontosteuerung. Intruder stieß beim Scan von 3,5 Millionen aktiven Hosts auf 28.000 offene Git-Repositories mit über 400 AWS-Schlüsseln, 107 Stripe-Schlüsseln, 123 OpenAI-Schlüsseln, 80 Telegram-Tokens und 17 GitHub-PATs — teils noch gültig und geeignet, Zugang zu Cloud-Umgebungen und privatem Quellcode zu verschaffen.

Zimperium identifizierte 30 aktive Familien mobiler Schadsoftware, die mehr als 800 Banking- und Fintech-Apps in 44 EMEA-Ländern ins Visier nehmen. Angreifer setzen dabei zunehmend KI entlang der gesamten Angriffskette ein: für lokalisierte Köder, Exploit-Skripte sowie überzeugendere Phishing-Seiten und Overlays.

Troy Hunt hat die Daten des angeblichen Carhartt-Lecks analysiert und festgestellt, dass ein großer Teil aus synthetischen TPC-DS-Benchmark-Daten besteht, vermischt mit echten Kundendaten. Rund die Hälfte der 24,8 Millionen E-Mail-Adressen sei Müll — die ursprünglichen Angaben von ShinyHunters überzeichnen den Umfang echter Kundendaten damit erheblich.

Paylogix zufolge entwendeten Angreifer über mehrere Tage im November Dateien aus dem Netzwerk, darunter Sozialversicherungsnummern, Finanz- und Krankenversicherungsdaten, medizinische Angaben, Passnummern und Steuer-IDs. Gemeldet sind mindestens 67.789 Betroffene in South Carolina, New Hampshire und Vermont; die Ransomware-Gruppe Akira reklamierte die Tat für sich.

Geleakte Unterlagen der Bauman-Universität dokumentieren ein langjähriges Programm, in dem rund 250 Berufs- und Reservestudenten für den russischen Militärnachrichtendienst und Cyberoperationen ausgebildet wurden — mit Inhalten von offensiven und defensiven Techniken über Malware-Analyse bis zu nachrichtendienstlicher Arbeit. Absolventen stehen in Verbindung zu Einheiten, die den Gruppen APT28 und Sandworm zugerechnet werden.

Bei der Manchester Airports Group griffen Angreifer auf personenbezogene Daten von etwa 8,7 Millionen Kunden zu, darunter E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Kfz-Kennzeichen und Postleitzahlen. Ein gefordertes Lösegeld für die Rückgabe der Daten zahlte MAG nicht. Flugbetrieb, Passagiersicherheit und Luftsicherheit seien nicht betroffen gewesen.

Das US-Finanzministerium sanktionierte iranische Cyberakteure mit Verbindungen zum Geheimdienstministerium MOIS und wirft ihnen die Kompromittierung kritischer Infrastruktur sowie finanziell motivierten Datendiebstahl vor. Namentlich genannt wurden Keyvan Fayyaz Ghareh Blagh, Saber Shahbazi Balujeh und Mohammad Reza Kadkhoda’i. Vier der 17 vom FBI angeklagten iranischen Cyberakteure wurden im Rahmen der Maßnahme gelistet.