Nach Angaben des Unternehmens konnte die Schwachstelle mithilfe von Informationen nachgestellt werden, die das Sicherheitsteam eines Universitätskunden bereitgestellt hatte. Auf dieser Grundlage entwickelte PaperCut einen Fix.

Der zunächst veröffentlichte Patch beseitigte die Probleme jedoch nicht ausreichend. PaperCut arbeitete daraufhin nach eigenen Angaben mit Fachleuten von Huntress und watchTowr zusammen und veröffentlichte am Freitag einen neuen Patch.

Mehrere Sicherheitsunternehmen bestätigten Hinweise auf eine Ausnutzung. Huntress erklärte, mindestens zwei der eigenen Kunden seien von der Kampagne betroffen, die auf die Schwachstellen zielt.

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Jake Knott, Leiter Threat Intelligence bei watchTowr, verwies darauf, dass frühere PaperCut-Schwachstellen von Ransomware-Gruppen und opportunistischen Angreifern für den Erstzugang genutzt wurden. „PaperCut ist ein bevorzugtes Ziel für Angreifer jeder Motivation, denn es ist nicht nur ein aus dem Internet erreichbarer Einstiegspunkt in eine Unternehmensumgebung, sondern auch eine Fundgrube für sensible Informationen, wenn gedruckte Dokumente gespeichert und abgezogen werden können", sagte Knott.

2023 hatten US-Strafverfolgungsbehörden davor gewarnt, dass Ransomware-Banden wie Bl00dy und Clop PaperCut-Lücken ausnutzten. Die US-Cybersicherheitsbehörde CISA veröffentlichte damals eine gesonderte Warnung für Schulen, in der es hieß, der Bildungssektor sei besonders exponiert. Microsoft erklärte im selben Jahr, eine iranische staatlich unterstützte Gruppe, die für Angriffe auf kritische Infrastruktur bekannt ist, habe dieselbe Lücke in mehreren Angriffen ausgenutzt.

Organisationen sollten laut PaperCut sicherstellen, dass die Web-Oberflächen ihrer PaperCut-Server nicht von nicht vertrauenswürdigen Internetadressen aus erreichbar sind.