Hasbro hat gegenüber SecurityWeek erklärt, in diesem Jahr einen Sicherheitsvorfall im eigenen Netzwerk festgestellt zu haben. Man habe “unverzüglich Maßnahmen ergriffen, um den Vorfall zu bearbeiten”, so ein Sprecher des Unternehmens. Dazu gehörte eine Untersuchung gemeinsam mit externen Fachleuten für Cybersicherheit, die klären sollte, was geschehen war und auf welche Informationen zugegriffen worden sein könnte.
Das Ergebnis dieser Untersuchung: Persönliche Daten einiger aktueller und ehemaliger Beschäftigter könnten im Zuge des Vorfalls abgerufen worden sein. Welche Angaben konkret betroffen sind, unterscheidet sich von Person zu Person. Die Benachrichtigungen nennen als mögliche Kategorien Namen, E-Mail-Adressen, Postanschriften, Telefonnummern, nationale Ausweisnummern und Finanzinformationen.
Hasbro betont, man habe “keine Kenntnis von einem Missbrauch personenbezogener Daten” und auch keine Hinweise darauf, dass die Informationen missbraucht werden. Vorsorglich bietet das Unternehmen den Betroffenen Dienste zum Schutz vor Identitätsmissbrauch über einen externen Anbieter an.
Die Angaben zur Größenordnung stammen aus den Unterlagen, die Hasbro der Generalstaatsanwaltschaft von Massachusetts übermittelt hat. Dort ist von 436 betroffenen Einwohnern des Bundesstaates die Rede. Eine Gesamtzahl nennt das Unternehmen nicht. Da Hasbro nach Daten von Revelio Labs weltweit etwa 4.600 Menschen beschäftigt, überwiegend in den Vereinigten Staaten, dürfte sich der Kreis der Betroffenen auf einige Hundert bis wenige Tausend Personen belaufen. Meldungen bei anderen US-Generalstaatsanwaltschaften waren zum Zeitpunkt der Recherche nicht auffindbar.
Offen bleibt der Zusammenhang mit dem Cyberangriff, der Hasbro Ende März traf. Damals nahm der Konzern zur Eindämmung des Vorfalls Teile seiner Systeme vom Netz, was zu Betriebsstörungen führte. Auf die Frage von SecurityWeek, ob die aktuelle Datenschutzmeldung mit diesem Angriff zusammenhängt, antwortete das Unternehmen nicht direkt.
Eine Zuordnung zu einer bekannten Tätergruppe gibt es bislang nicht: Auf keiner Leak-Seite einer Cybercrime-Gruppe ist Hasbro aufgeführt.
