Microsoft hat den Anzeigefehler in einem Update seines Release-Health-Dashboards am Freitag als bekanntes Problem eingetragen. „Nach der Installation der neuesten Updates für Microsoft Defender Antivirus können Benachrichtigungen erscheinen, die besagen, dass ‚Microsoft Defender Antivirus ist ausgeschaltet‘, obwohl der Virenschutz korrekt funktioniert und alle Einstellungen ihn als aktiv anzeigen", heißt es dort.

Weiter schreibt das Unternehmen: „Diese Benachrichtigungen können beim Windows-Start und danach zeitweise erscheinen. Sie bleiben auch dann bestehen, wenn die Benachrichtigungseinstellungen ausgeschaltet sind." Damit lässt sich der Hinweis derzeit nicht einmal über die üblichen Einstellungen unterdrücken.

Die Reichweite ist beträchtlich: Nach Microsofts Angaben sind alle unterstützten Windows-Versionen im Client- und Serverbereich betroffen, bis hin zu Windows 11 26H1 und Windows Server 2025. Auffällig ist der Zeitverzug – im Release Preview Channel des Windows-Insider-Programms tritt der Fehler bereits seit Juni auf, ohne dass Microsoft ihn offenbar bemerkte.

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Eine Lösung ist angekündigt, aber ohne Termin: Microsoft erklärt, an einem Fix zu arbeiten und diesen mit einem künftigen Update für Microsoft Defender Antivirus an die betroffenen Kunden auszuliefern. Praktische Folgen für den Schutz vor Schadsoftware nennt das Unternehmen nicht – die Schutzfunktion selbst arbeitet den Angaben zufolge unverändert.

Der Fall reiht sich in eine ganze Serie ähnlicher Fehlmeldungen nach Windows-Updates ein. Im April bestätigte und behob Microsoft einen Fehler, der nach der Installation der WinRE-Updates (Windows Recovery Environment) vom April 2025 ungültige Fehlermeldungen mit dem Code 0x80070643 auslöste. Gleichzeitig kümmerte sich das Unternehmen um falsche Fehlermeldungen zur BitLocker-Laufwerksverschlüsselung auf Windows 10 und Windows 11.

Im Juli 2025 bat Microsoft Anwender, fehlerhafte Warnungen der Windows-Firewall zu ignorieren, die nach einem Neustart im Anschluss an die Installation des Vorschau-Updates vom Juni 2025 auftraten. Einen Monat später räumte das Unternehmen ein, dass das Vorschau-Update vom Juli 2025 und darauf folgende Updates für Windows 11 24H2 falsche Fehlermeldungen des CertificateServicesClient (CertEnroll) verursachten.

Für Administratoren bedeutet der aktuelle Defender-Fehler vor allem zusätzliche Prüfarbeit: Weil sich die Meldung nicht abschalten lässt und wiederkehrend auftritt, kann sie im Betrieb schwer von einer echten Statusmeldung unterschieden werden – bis Microsoft die angekündigte Korrektur veröffentlicht.