Der britische Flughafenbetreiber Manchester Airports Group (MAG) hat den Vorfall am 27. August offengelegt. Betroffen sind Daten, die im Zusammenhang mit Buchungen für Parkhäuser, Lounges und den Fast-Track-Service sowie mit Anmeldungen im Flughafen-WLAN an den Standorten Manchester, London Stansted und East Midlands stehen.

Nach Darstellung des Unternehmens wurden E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Kfz-Kennzeichen und Postleitzahlen kompromittiert. Zahlungsinformationen seien nicht abgeflossen, Passagiersicherheit und Luftsicherheit nicht beeinträchtigt worden. “Wir haben das Risiko unmittelbar eingedämmt und arbeiten mit spezialisierten Beratern zusammen, um unsere Kunden und Systeme zu schützen”, teilte MAG mit. Man habe die zuständigen Behörden informiert und arbeite mit ihnen zusammen.

Auf den Betrieb hatte der Vorfall dem Unternehmen zufolge keine Auswirkungen: “Der Vorfall hat zu keinerlei Betriebsstörung geführt. Der Flughafenbetrieb ist unverändert, und die Parkdienste für Kunden funktionieren normal weiter.”

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Wie viele Personen betroffen sind, hat MAG nicht mitgeteilt. Erste Berichte gingen davon aus, dass Daten von rund 8,7 Millionen Kunden betroffen sein könnten. Der Betreiber bestätigte Berichten zufolge zudem, dass die Daten aus “einer von einem Dritten betriebenen Datenbank” stammen. MAG erklärte demnach auch, eine Lösegeldforderung der Angreifer erhalten zu haben, machte aber keine weiteren Angaben zum Täterkreis oder zu den Forderungen.

Am Wochenende bekannte sich Berichten zufolge die Erpressergruppe FulcrumSec zu dem Angriff. Sie behauptet, etwa 86 Gigabyte Daten bei MAG erbeutet zu haben, darunter detaillierte Buchungs- und Reiseinformationen. Die Gruppe kündigte offenbar an, das Material zu veröffentlichen.

FulcrumSec ist ein finanziell motivierter Akteur, der 2025 in Erscheinung trat. Die Gruppe hat sich bereits mehrere aufsehenerregende Angriffe zugeschrieben, darunter auf Novo Nordisk und LexisNexis.