Exchange Online kämpft erneut mit einer großflächigen Störung. Microsoft bestätigte den Vorfall um 17:30 UTC und führt ihn im Admin Center unter der Nummer EX1464935. Auslöser der Untersuchung war eine Welle von Nutzermeldungen in sozialen Netzwerken.

Die Symptome reichen von Authentifizierungsproblemen über verzögerte bis hin zu gänzlich fehlgeschlagenen E-Mails. Der Störungsmelder Downdetector verzeichnet Zehntausende betroffene Anwender, die über Outlook keine Nachrichten empfangen können oder gar keinen Zugriff auf die Exchange-Online-Plattform erhalten.

Microsoft stuft den Vorfall als „Incident" ein. Diese Klassifizierung nutzt das Unternehmen üblicherweise für kritische Dienstprobleme mit merklichen Folgen für Nutzer. Angaben zu den betroffenen Regionen fehlen bislang.

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Zum Stand der Analyse teilte Microsoft im aktuellen Update im Admin Center mit: „Wir haben ein gemeinsames Fehlermuster über die betroffenen Exchange-Online-Anfragen hinweg eingegrenzt, das mit Authentifizierung und Protokollkonnektivität zusammenhängt." Weiter heißt es: „Wir analysieren die Telemetriedaten des Dienstes, um die zugrunde liegende Ursache der Beeinträchtigung zu bestimmen und mögliche Abhilfemaßnahmen zu validieren. Zusätzlich bewerten wir weiterhin das Ausmaß der Auswirkungen und beobachten, ob weitere Szenarien betroffen sind."

Eine Ursache oder einen Zeitplan für die Behebung nennt Microsoft bislang nicht. Damit bleibt zunächst offen, ob es sich um ein Problem in der Authentifizierungsinfrastruktur oder in den Verbindungsprotokollen selbst handelt — beide Bereiche hat der Konzern als gemeinsamen Nenner der fehlgeschlagenen Anfragen identifiziert.

Die Häufung solcher Vorfälle ist auffällig: Microsoft musste in den vergangenen Monaten mehrfach Störungen bei Exchange Online beheben. Zuletzt im Juni betraf eine großflächige Störung die Mail-Flow-Pipeline von Kunden in Nordamerika, im asiatisch-pazifischen Raum und in Europa.

Im April behob das Unternehmen zudem Probleme beim Zugriff auf Exchange-Online-Postfächer, die Nutzer von Outlook Mobile und der macOS-Variante über Wochen hinweg zeitweise beeinträchtigt hatten. Im selben Monat war eine weitere Störung aufgetreten, bei der Anwender ihre Postfächer weder über Outlook im Web noch über den Outlook-Desktop-Client, Exchange ActiveSync oder andere Verbindungsprotokolle von Exchange Online erreichen konnten.

Die Untersuchung des aktuellen Vorfalls läuft; Microsoft will das Ausmaß weiter eingrenzen und mögliche Gegenmaßnahmen prüfen.