Die Störung reichte über die Spielsäle hinaus. Nach Berichten lokaler Medien waren auch die Kassensysteme der Casinos betroffen — in einigen Cafés erhielten Gäste handschriftliche Belege. An den Hotelrezeptionen kam es ebenfalls zu Problemen.
Weil die für den normalen Casinobetrieb nötigen Systeme ausfielen, wurden Teile der Belegschaft vorübergehend freigestellt. Hit erklärte später, diese Mitarbeiter kehrten an ihre Arbeitsplätze zurück, sobald die Systeme wieder verfügbar waren.
Eine vollständige Rückkehr zum Normalbetrieb hat das Unternehmen bislang nicht gemeldet. Der Hinweis auf der Website sprach zuletzt weiterhin von eingeschränktem Betrieb: Tischspiele und Bingo standen noch nicht zur Verfügung.
Zum Ablauf des Angriffs hält sich Hit bedeckt. Das Unternehmen hat nicht mitgeteilt, ob Daten abgeflossen sind, auf welchem Weg die Angreifer in die Systeme gelangten oder ob Lösegeld gefordert beziehungsweise gezahlt wurde. „Wir können uns zu weiteren Einzelheiten des Informationssicherheitsvorfalls öffentlich nicht äußern, da die Untersuchung noch andauert", teilte die Gruppe mit.
Sandi Bratasevec, Vorstandsvorsitzender von Hit, kündigte an: „Die Aufrechterhaltung und weitere Stärkung unserer IT-Infrastruktur und -Sicherheit wird auch künftig eine der Entwicklungsprioritäten des Unternehmens bleiben."
Glücksspiel- und Casinobetreiber stehen seit Jahren im Fokus von Cyberkriminellen. Der in Las Vegas ansässige Konzern Boyd Gaming teilte im vergangenen Jahr mit, Angreifer hätten Mitarbeiterdaten gestohlen — der Betrieb sei davon jedoch nicht beeinträchtigt worden. Auch die Bragg Gaming Group machte einen Angriff auf ihre Computersysteme öffentlich.
2023 führten Ransomware-Angriffe zu massiven Störungen bei den US-Betreibern MGM Resorts International und Caesars Entertainment. MGM bezifferte den Gewinnrückgang durch den Vorfall auf rund 100 Millionen US-Dollar. Caesars räumte ein, dass Angreifer Daten aus dem Kundenbindungsprogramm entwendet hatten.
