Nutex Health arbeitet nach eigenen Angaben weiter daran, Umfang, Ausmaß und Folgen des Datendiebstahls zu klären. Die erste Meldung an die SEC in der vergangenen Woche beschränkte sich auf die Feststellung eines unbefugten Netzwerkzugriffs und den Abfluss von Dateien. Erst die aktuelle Eingabe benennt die Datenkategorien: Patienten-, Mitarbeiter- und Leistungserbringerdaten sowie geschäftliche und finanzielle Informationen.

„Der Dritte hat gedroht, diese Informationen extern zu veröffentlichen. Bis heute hat das Unternehmen keine wesentlichen Auswirkungen auf seinen Geschäftsbetrieb oder seine Systeme zur Finanzberichterstattung festgestellt“, teilte Nutex mit.

Zu den rechtlichen Konsequenzen äußert sich das Unternehmen zurückhaltend. Nutex informierte die SEC über eine in Texas eingereichte, als Sammelklage geführte Beschwerde. „In diesem Stadium ist das Unternehmen nicht in der Lage, den Ausgang des Verfahrens vorherzusagen oder die möglichen Auswirkungen des Vorfalls auf die Geschäftsstrategie, den Betrieb, die Finanzlage, die Betriebsergebnisse oder den Börsenkurs der Stammaktien des Unternehmens abzuschätzen“, heißt es in der Mitteilung.

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Einen Angreifer benennt Nutex nicht. Die Zuschreibung kommt von den Tätern selbst: Die Ransomware-Gruppe The Gentlemen bekannte sich am Montag zu dem Vorfall und nahm das Unternehmen mit Sitz in Houston, Texas, in ihre Leak-Seite im Tor-Netzwerk auf. Dort läuft eine Frist von neun Tagen, nach deren Ablauf die angeblich entwendeten Daten veröffentlicht werden sollen.

The Gentlemen, auch unter der Bezeichnung Storm-2697 geführt, trat Mitte 2025 in Erscheinung und arbeitet als Ransomware-as-a-Service. Die Gruppe hat nach vorliegenden Angaben mehr als 580 Opfer in über 75 Ländern verzeichnet. Ihr Vorgehen folgt dem Muster der doppelten Erpressung: Die Daten der Opfer werden verschlüsselt und zugleich abgezogen, um zusätzlichen Druck für die Lösegeldforderung aufzubauen.