Palo Alto Networks verstärkt sein Portfolio um Technik für autonome KI-Agenten. Der Konzern übernimmt Console, eine KI-native Plattform, die es Nutzern erlaubt, ein operatives Ziel in natürlicher Sprache zu beschreiben; KI-Agenten übernehmen anschließend die Analyse und die notwendigen Handlungsschritte. Laut Palo Alto Networks können Organisationen damit Alarme, Störungen und Anfragen in Maschinengeschwindigkeit abarbeiten.
Eingebettet werden soll die Technologie in die Cortex-Plattform des Anbieters. Dort soll sie Sicherheitsteams dabei helfen, Signale zu untersuchen, Arbeit zu priorisieren und automatisiert Maßnahmen über Unternehmensumgebungen hinweg zu ergreifen.
„Indem wir Console zu Palo Alto Networks holen, können unsere Kunden direkt mit den Daten sprechen und in natürlicher Sprache agentische Arbeitsabläufe aufbauen, die automatisch alarmieren und Probleme beheben", erklärte Vorstandschef Nikesh Arora. Finanzielle Details der Transaktion wurden nicht offengelegt.
Die Übernahme wurde parallel zu den Zahlen für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 veröffentlicht. In dem am 31. Juli beendeten Quartal legte der Umsatz im Jahresvergleich um 34 Prozent auf 3,41 Milliarden Dollar zu. Die noch nicht erfüllten Leistungsverpflichtungen (Remaining Performance Obligations) wuchsen ebenfalls um 34 Prozent auf 21,2 Milliarden Dollar.
Unter dem Strich verbuchte der Konzern nach US-GAAP einen Nettoverlust von 282 Millionen Dollar beziehungsweise 35 Cent je verwässerter Aktie. Im Vorjahresquartal hatte Palo Alto Networks noch einen Nettogewinn von 254 Millionen Dollar erzielt.
Beim Geschäft mit modernen Sicherheitsprodukten meldet das Unternehmen nach eigenen Angaben ein Plus von knapp einer Milliarde Dollar an neuen wiederkehrenden Jahreserlösen (Next-Generation Security ARR) im Quartal. Für das Geschäftsjahr 2027 stellt der Konzern einen Umsatz zwischen 14,1 und 14,2 Milliarden Dollar in Aussicht, was einem Wachstum von 23 bis 24 Prozent entspräche.
