Der Schwerpunkt der aktuellen Veröffentlichungen von Rockwell Automation liegt auf Denial-of-Service-Schwachstellen. Die einzige Mitteilung mit kritischer Einstufung betrifft RSLinx Classic: Dort wurden vier DoS-Probleme kritischen und hohen Schweregrads behoben. Gelingt ein Angriff, stürzt der RSLinx-Classic-Dienst ab und muss neu gestartet werden, um wieder verfügbar zu sein.

Weitere DoS-Lücken hat der Hersteller im Kommunikationsmodul 1756-ENBT, in Logix-Steuerungen – hier in einer Drittanbieter-Komponente – sowie in FactoryTalk Historian Machine Edition geschlossen.

Besondere Aufmerksamkeit zieht CVE-2026-9637 auf sich, eine DoS-Schwachstelle hohen Schweregrads in ControlLogix- und CompactLogix-Steuerungen. Rockwells Mitteilung kennzeichnet die Lücke im Kopfbereich als ausgenutzt, führt sie an anderer Stelle des Dokuments jedoch als nicht ausgenutzt auf – ein Widerspruch, der wahrscheinlich auf einen Fehler zurückgeht. Die CISA veröffentlichte am Dienstag ebenfalls Hinweise zu Rockwell-Produkten und hält zu CVE-2026-9637 fest, dass ihr keine Ausnutzung bekannt sei.

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Jenseits der Verfügbarkeitsprobleme wiegen mehrere Fehler schwerer. In FactoryTalk Historian beseitigte Rockwell eine Schwachstelle hohen Schweregrads, die das Ausführen von Code aus der Ferne erlaubt. Im FactoryTalk Activation Manager wurde eine ebenfalls als hoch eingestufte Lücke geschlossen, über die ein authentifizierter Angreifer mit erhöhten Rechten auf Dateien, Prozesse und Systemressourcen zugreifen kann.

Die verteilten Motorsteuerungen der Reihe ArmorStart Distributed Motor Controllers sind gleich von mehreren Cross-Site-Scripting-Schwachstellen betroffen, über die sich Schadskripte ausführen lassen. Hinzu kommt ein Denial-of-Service-Problem, das den Webserver der Geräte trifft.

Das Firmware-Verwaltungswerkzeug ControlFLASH weist eine Lücke auf, die laut Rockwell „die Ausführung beliebigen Codes ermöglichen könnte, wodurch ein Angreifer in die Lage versetzt wird, beliebige Befehle oder beliebigen Code seiner Wahl auf einem Zielrechner mit den Berechtigungen des angemeldeten Benutzers auszuführen“.

Ebenfalls behoben wurde eine Schwachstelle hohen Schweregrads im Redundancy Module Configuration Tool, die eine Rechteausweitung ermöglicht.