Gegründet wurde AIR von Yair Saban (CEO) und Niv Hoffman (CTO). Als Chief Strategy Officer stieß Ryan Knisley hinzu, zuvor CISO bei The Walt Disney Company und Costco Wholesale.

“Jedes Unternehmen hat eine Firewall, die sein Netzwerk schützt. Jetzt braucht es eine, die seine KI-Agenten schützt – eine neue Art von Firewall, die schützt, was in deren Kontext gelangt”, sagt Saban. “Heute installieren Agenten eigenständig Werkzeuge, verbinden sich mit internen Systemen und treffen Entscheidungen – und in den meisten Organisationen weiß niemand, was läuft, was vertrauenswürdig ist oder wie man es abschaltet.”

Die Firewall inventarisiert und bewertet jeden Skill, jedes Plugin, jeden MCP-Server und jede Erweiterung entlang der Lieferkette der KI-Agenten einer Organisation – sowohl vor als auch nach der Inbetriebnahme. Bevor eine Erweiterung, ob von Dritten oder intern entwickelt, einen Unternehmensagenten berühren darf, führt AIR eine tiefe Analyse anhand bekannter agentischer Angriffsmuster durch. Geprüft wird auf externe Anweisungsquellen, verborgene Verhaltensweisen und per Typosquatting getarnte Pakete, die sich als offizielle Entwicklerwerkzeuge ausgeben.

Anzeige

Stuft das System eine Erweiterung als bösartig, verwundbar oder nicht freigegeben ein, können Sicherheitsteams jeden Agenten und jeden Arbeitsablauf nachverfolgen, der davon abhängt – und die Komponente organisationsweit entziehen. Der Vorgang ist fortlaufend angelegt: Veröffentlicht ein Maintainer ein bösartiges Update oder wird eine bestehende Integration nachträglich kompromittiert, wird das Vertrauen automatisch widerrufen.

“Wie eine Blackbox offenbaren KI-Erweiterungen weniger, als sie verbergen”, heißt es bei AIR. “Manche bleiben gleich. Manche verändern sich. Andere verbergen externe Anweisungen, überzogene Handlungen, Zugriff auf sensible Daten oder verwundbare Lieferketten.”

Besondere Sorge bereitet dem Unternehmen die wachsende Zahl von Coding-Agenten wie Claude Code, Cursor und Codex samt dem Ökosystem darum herum. Unternehmen führten diese Werkzeuge in beispiellosem Tempo ein, scheuten sich aber zugleich, sie ohne Sicherheitsgurt auszurollen – zu Recht, meint AIR.

Aus der fortlaufenden Auswertung agentischer Aktivität über viele Kunden hinweg speist AIR zusätzlich einen Marktplatz mit vorab geprüften, zertifizierten Erweiterungen. Er soll allen Kunden einen Weg bieten, die Fähigkeiten ihrer Agenten auszubauen, ohne unverwaltete Risiken einzuführen.

Die Vision, die das Startup dahinterstellt, formuliert es selbst so: “Wir treten in eine neue Ära ein, in der der Umgang mit KI-Agenten für Wissensarbeit so elementar wird wie Lesen, Schreiben und der Umgang mit Excel. Agenten werden ein grundlegender Bestandteil davon, wie Unternehmen bauen, arbeiten und Entscheidungen treffen.” Problematisch werde die wachsende Autonomie dort, wo Angreifer sie über vergiftete Inhalte oder direkte Kompromittierung beeinflussen und steuern.