Die Störung erstreckt sich über sämtliche gängigen Zugangswege zu Exchange Online. Betroffen sind nach Angaben von Microsoft Outlook im Web, der Outlook-Desktop-Client, Exchange ActiveSync sowie weitere Verbindungsprotokolle. Damit greift der Ausfall unabhängig davon, wie Kunden ihre Postfächer und Kalender ansteuern.

Microsoft schätzt die Lage zwiespältig ein: Einerseits zeige die Telemetrie, dass das Problem für betroffene Nutzer nicht mehr auftrete, andererseits beobachte man den Dienststatus weiter, um über etwaige zusätzliche Schritte für eine dauerhafte Wiederherstellung zu entscheiden. Parallel dazu melden Kunden weiterhin Probleme beim Abruf ihrer E-Mails. Auch das Webportal Office.com war kurz vor Veröffentlichung nicht erreichbar.

Unabhängig vom Exchange-Problem untersucht Microsoft eine zweite Störung, die die Web-Anmeldeseite von Microsoft 365 Copilot sowie die Copilot-Web-Clients betrifft. Konkret nennt das Unternehmen die Adressen office.com/chat und m365.cloud.microsoft, m365.cloud.microsoft/chat sowie copilot.cloud.microsoft. Nutzer, die auf Copilot angewiesen sind, sollen laut Microsoft auf eine der anwendungsbasierten Varianten ausweichen – etwa die Copilot-Desktop-App, Copilot in Microsoft Teams oder Copilot in den Office-Anwendungen.

Zur Ursache dieser zweiten Störung erklärte Microsoft in einer Dienstmeldung im Admin-Center mit der Kennung MO1253428, ein Teil der Dienstinfrastruktur verarbeite den Datenverkehr nicht effizient. Man nehme Konfigurationsänderungen vor, um die Auswirkungen zu beheben.

Exchange Online war bereits zuvor von vergleichbaren Ausfällen betroffen. Im Januar behob Microsoft eine Störung, die Nutzern zeitweise den Zugriff auf ihre Postfächer über das Protokoll IMAP4 (Internet Mailbox Access Protocol 4) verwehrte. Eine ähnliche Störung im November blockierte den Zugang zu Exchange-Online-E-Mails über den klassischen Outlook-Desktop-Client.