Der Funktionsumfang von Catch reicht von der Terminabstimmung mit Gästen über Reisebuchungen bis zur Nachverfolgung von Korrespondenz. Nach Angaben der Entwickler ist das Produkt binnen Minuten nach der Synchronisierung einsatzbereit: Es baut ein Profil der Führungskraft auf – mit wem sie arbeitet, wie sie Besprechungen und Reisen bevorzugt – und handelt anschließend über SMS, E-Mail, Slack oder Telefon, ohne dass ein neues Werkzeug oder eine neue Oberfläche erlernt werden müsste. „Menschliche Eingaben sind nur dann nötig, wenn eine Entscheidung sie wirklich erfordert", so die Entwickler.

Als Beispiel für die Arbeitsweise nennt das Unternehmen einen gebuchten Flug ohne zugehörige Hotelreservierung: Der Agent prüft dann proaktiv die Preise im üblichen Hotel der Führungskraft und fragt nach, ob er buchen soll. Diese Rückfrage ist Teil des Konzepts – der Mensch bleibt eingebunden, was gleichzeitig die Grenzen des Agenten wahrt. Illustriert wird das mit der Frage einer menschlichen Assistenz an den Vorgesetzten: „Sie fahren nächste Woche nach Memphis, soll ich Ihnen ein Zimmer in diesem Hotel buchen?"

Damit liefert das Produkt ein implizites Argument für zugekaufte statt selbst gebaute komplexe Agenten. Mit modernen Coding-Agenten könnten Führungskräfte ihre eigenen Verwaltungsassistenten bauen – fraglich ist allerdings, ob sie dabei einen sicheren Agenten hinbekommen oder ob das Sicherheitsteam ausreichende Schutzgrenzen einziehen kann, ohne den Nutzen zu beschneiden. Zugekaufte Agenten könnten und sollten fertig mit den passenden eingebauten Sicherheitsfunktionen ausgeliefert werden.

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Bei Catch wird Autonomie durch mehrere interne Schutzgrenzen begrenzt. Der Dienst läuft auf einer Cloud-Infrastruktur mit mehreren Sicherheits-, Verschlüsselungs- und Überwachungsschichten. Zur Authentifizierung setzt das Unternehmen Single Sign-on ein; sensible Zugangsdaten und API-Schlüssel liegen im AWS Secrets Manager. Daten werden bei der Übertragung und im Ruhezustand verschlüsselt, letzteres mit AES-256. Zudem erfolgt eine fortlaufende Überwachung auf ungewöhnliche Aktivitäten, Eindringversuche und auffällige API-Nutzung.

CEO Sabato ordnet die Positionierung so ein: „Führungskräfte wollen keine eigenen KI-Agenten bauen, und im Verwaltungsbereich wollen sie nicht jeden Schritt ihrer Assistenz genehmigen – sie wollen, dass es richtig gemacht wird, auf eine Weise, der sie vertrauen können." Catch arbeite an der Seite von Führungskräften wie eine sehr gute menschliche Assistenz, aber rund um die Uhr, ohne Aufmerksamkeitsverlust und vollständig sicher. „Wir konzentrieren uns auf genau eine Sache – die Verwaltungsarbeit von Führungskräften und die richtige Entscheidung in Echtzeit."