Zunächst nannte Microsoft keinen Zeitplan für die vollständige Behebung. Man untersuche die Ursache weiter und werde im Lauf des Tages weitere Details nachreichen, hieß es. „Unsere erste Untersuchung hat Fälle identifiziert, in denen Spamschutzmechanismen zu den Auswirkungen für einen Teil der Nutzer beitragen könnten", teilte das Unternehmen mit. Man analysiere das Verhalten weiter und werte die Telemetrie des Dienstes aus, um die zugrundeliegende Ursache besser zu verstehen und den wirksamsten Weg zur Eindämmung zu bestimmen.
In einem späteren Update erklärte Microsoft, das Problem EX1467029 sei für neue E-Mails behoben. „Die Telemetrie zeigt, dass der Dienst für neue E-Mails wie erwartet arbeitet, und das deckt sich mit Organisationen, die bestätigen, dass das Problem nicht mehr auftritt", so das Unternehmen. Man überwache weiterhin die E-Mail-Warteschlangen und führe abschließende Prüfungen durch, um die vollständige Behebung zu bestätigen.
Der Ausfall reiht sich in eine Serie von Störungen des Microsoft-Mail-Dienstes ein. Im April behob der Konzern eine Exchange-Online-Störung, die den Zugriff auf Postfächer und Kalender über Outlook im Web, den Outlook-Desktop-Client, Exchange ActiveSync und weitere Verbindungsprotokolle von Exchange Online verhinderte. Ebenfalls im April beseitigte Microsoft Zugriffsprobleme auf Exchange-Online-Postfächer, die Outlook-Nutzer unter mobilen Systemen und macOS über Wochen hinweg zeitweise betrafen.
Im Juni folgte eine vergleichbare Störung, die den Mailfluss für Kunden in Nordamerika, im asiatisch-pazifischen Raum und in Europa beeinträchtigte. Erst in dieser Woche, am Donnerstag, hatte das Unternehmen zudem eine großflächige Störung eingedämmt, die bei Microsoft-365-Kunden zu Authentifizierungsproblemen, Verbindungsstörungen, Verzögerungen und Dienstfehlern geführt hatte.
