Der Dropbox-Fall zeigt, wie eine fremde Anmelde-Integration zum Einstiegspunkt wird: Die Angreifer registrierten Lenovo-IDs mit den E-Mail-Adressen der Opfer und gelangten so an deren Dropbox-Konten. Nach Angaben des Unternehmens wurden alle unbefugten Sitzungen und Zugriffe beendet.

Ebenfalls auf Zugangsdaten zielt ein neu entdecktes Phishing-Kit: Huntress berichtet über Knight Office, das per Angriff über einen Mittelsmann (Adversary-in-the-Middle) Nutzer von Microsoft 365 und Google Workspace attackiert. Das Kit setzt auf Token-Diebstahl – die Angreifer erhalten eine bereits authentifizierte Sitzung und umgehen damit Passwortabfragen und Mehr-Faktor-Authentifizierung vollständig.

Ein Lieferkettenvorfall traf Coder: Ein Angreifer kompromittierte die Cloudflare-Infrastruktur des Unternehmens und hinterlegte unautorisierte IP-Adressen, über die schädlicher Code bereitgestellt wurde. Dieser wurde für kurze Zeit über die Website der Modul-Registry an einen Teil der Nutzer ausgeliefert; wer den Code herunterlud, infizierte sich laut Coder mit einem Programm zum Abgreifen von Zugangsdaten.

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Plex hat Plex Media Server 1.43.3 und Plex Desktop 1.115.0 mit Korrekturen für mehrere Sicherheitslücken veröffentlicht und ruft zum zügigen Update auf. Details zu den Fehlern nannte der Streaming-Anbieter nicht, CVE-Nummern sind noch nicht vergeben.

Aus Minnesota wird ein Lösegeldfall gemeldet: Winona County soll nach einem Ransomware-Angriff im Januar 2026 rund 128.539,57 Dollar gezahlt haben, um Dienste wiederherzustellen und persönliche Daten zu schützen. Im April traf es die Verwaltung erneut – diesen zweiten Angriff reklamierte die InterLock-Gruppe für sich, wer hinter dem Januar-Vorfall stand, ist unklar.

In den USA wurde Anklage gegen den 40-jährigen Russen Searzhudin Tamirlanovich Aktulaev erhoben. Ihm wird vorgeworfen, zwischen Juni 2016 und November 2017 die Nachrichtenplattform eines kalifornischen Vermittlungsunternehmens für Freelancer missbraucht und darüber 80.000 freiberufliche Nutzer mit Schadsoftware versorgt zu haben. Aktulaev war im vergangenen Jahr in Zypern verhaftet worden; die bereits 2021 eingereichte Anklageschrift wurde am Montag entsiegelt, als er nach seiner Auslieferung vor Gericht erschien.

Auf politischer Ebene haben das Weiße Haus und der Gouverneur von Texas das Projekt Watershed 250 gestartet. Die Initiative aus Bund und Privatwirtschaft soll Wasser- und Abwasserversorgern in Texas kostenlose Ressourcen zur Cyberabwehr bereitstellen und sie gegen Angriffe aus China, Iran und durch weitere feindlich gesinnte Staaten härten.

Im Branchengeschäft erreicht Guardio nach einer Finanzierungsrunde über 40 Millionen Dollar eine Bewertung von 1,1 Milliarden Dollar; das Unternehmen schützt Nutzer vor KI-getriebenen Betrugsmaschen, die zu Identitätsdiebstahl führen. Die israelische KI-Sicherheitsfirma Lasso Security sammelte 30 Millionen Dollar unter Führung von ClearSky ein, mit Beteiligung von Entrée Capital, iAngels, Singtel Innov8, Mindset und Swish Data. Lasso hat kurz zuvor LEAP vorgestellt, eine Schutzschicht für KI-Anwendungen, die hohe Erkennungsgenauigkeit auf CPUs verspricht.