Das Problem zeigt sich auf betroffenen Systemen in einer ganzen Reihe von Symptomen. Administratoren berichten von Fehlern durch Speicherbeschädigung, von Ausnahmen wegen Zugriffsverletzung mit dem Fehlercode 0xC0000005 sowie von Fehlschlägen bei Wartungsvorgängen an Datenbanken – etwa bei DBCC CHECKDB. Hinzu kommen Absturzabbilder des SQL Server und Dienste, die unerwartet stoppen oder neu starten.
Ein weiteres Erkennungsmerkmal findet sich im Fehlerprotokoll: Beim Systemstart erscheint dort bei betroffenen Installationen der Hinweis, dass gesperrte Seiten im Speichermanager verwendet werden.
Als vorläufige Abhilfe empfiehlt Microsoft, die LPIM-Richtlinie für das Dienstkonto des SQL Server zu deaktivieren. Das ist allerdings kein folgenloser Eingriff: “Kunden sollten diesen Behelf in ihrer Umgebung bewerten, da das Deaktivieren von LPIM die Leistung des SQL Server und das Verhalten der Speicherverwaltung beeinflussen kann”, so das Unternehmen. Für andere Anwendungen, die von dem Fehler betroffen sind, solle geprüft werden, ob sich AWE abschalten lässt.
Eine endgültige Korrektur bleibt offen. Man arbeite an einer Lösung für ein künftiges Windows-Update und werde weitere Informationen bereitstellen, sobald diese vorliegen, teilte Microsoft mit.
Windows Server 2025 hat Microsoft in den vergangenen Monaten mehrfach beschäftigt. Im April lieferte das Unternehmen Notfall-Updates aus, weil das Sicherheitsupdate KB5082063 auf einigen Systemen mit Windows Server 2025 nicht installiert werden konnte. Im Juni behob Microsoft zudem einen Fehler, durch den manche Geräte mit Windows Server 2025 nach der Installation des Sicherheitsupdates vom April 2026 in die BitLocker-Wiederherstellung starteten.
