Mit KB5122878 stellt Microsoft das monatliche erweiterte Sicherheitsupdate für Windows 10 bereit. Es transportiert die Korrekturen des September-2026-Patchdays, der mit 966 behobenen Schwachstellen den bislang größten Umfang erreicht. Zwei der geschlossenen Lücken wurden laut Microsoft bereits aktiv ausgenutzt.

Das Update lässt sich auf Systemen mit Windows 10 Enterprise LTSC sowie bei Teilnahme am ESU-Programm über die Einstellungen und eine manuelle Suche unter Windows Update installieren. Anschließend steht Windows 10 auf Build 19045.7725, Windows 10 Enterprise LTSC 2021 auf Build 19044.7725.

Neben den Sicherheitskorrekturen enthält das Paket mehrere funktionale Anpassungen. Beim Secure Boot erweitert Microsoft die Datenbasis zur Geräteerkennung, sodass mehr Systeme automatisch die neuen Secure-Boot-Zertifikate erhalten können. Die Verteilung der Zertifikate über Windows-Updates soll in den kommenden Monaten auf unterstützten PCs und nicht verwalteten Geschäftsgeräten fortgesetzt werden.

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Eine Zeitzonenänderung betrifft Marokko: Das Update passt die Marokko-Standardzeit an den dauerhaften Wechsel auf UTC+00:00 an, der zum 20. September 2026 in Kraft tritt. Damit soll nach der Umstellung die korrekte Ortszeit angezeigt werden.

Beim OMA-DM-Client (omadmclient.exe) verbessert Microsoft die Protokollierung: Beim Verbindungsaufbau zu einem Server werden nun mehr Debug-Informationen gespeichert. Für Windows-Code-Integrity-Richtlinien soll die Anwendungskompatibilität während der Rotation der Windows-Zertifizierungsstellen steigen, indem die Microsoft Windows Production PCA 2026 RSA2048-SHA256 als gleichwertig zur PCA 2011 erkannt wird.

Zwei Fehlerkorrekturen betreffen den Alltagsbetrieb: Microsoft behebt ein Problem mit der Audioumleitung bei Remotedesktop-Sitzungen, bei dem der Ton der Remote-Sitzung in bestimmten Konfigurationen nicht auf dem lokalen Rechner ausgegeben wurde. Zudem ist das bekannte Problem beseitigt, bei dem Geräte mit einer nicht empfohlenen BitLocker-Gruppenrichtlinienkonfiguration zur Eingabe des BitLocker-Wiederherstellungsschlüssels aufgefordert werden konnten.

Bekannte Probleme mit KB5122878 selbst gibt Microsoft nicht an.