Die US-Bundesbehörden gaben die Auslieferung am Dienstag bekannt. Filimonov war bereits am 4. November 2025 von einer Grand Jury angeklagt worden – wegen Verschwörung zu Bank- und Überweisungsbetrug, Verschwörung zum Betrug mit Zugangsmitteln, Bank-, Überweisungs- und Zugangsmittelbetrug sowie schwerem Identitätsdiebstahl. Im Fall einer Verurteilung drohen ihm mindestens zwei und höchstens 175 Jahre Haft.

Das Vorgehen der Gruppe beschrieben die Ermittler als vergleichsweise schlichte, aber wirkungsvolle Kombination aus Suchmaschinenwerbung und nachgebauten Anmeldeseiten: Über bezahlte, gesponserte Suchtreffer wurden Bankkunden auf betrügerische Login-Seiten unter gefälschten Domains gelenkt, wo sie ihre Zugangsdaten eingaben. „Die Verschwörer nutzten die gestohlenen Zugangsdaten, um auf Bankkonten zuzugreifen, Kontostände einzusehen und nicht autorisierte Überweisungen zu veranlassen, um Guthaben zu entwenden“, heißt es in der Mitteilung vom Dienstag.

Der Zeitraum der mutmaßlichen Taten erstreckt sich nach Darstellung der Staatsanwaltschaft von November 2023 bis Oktober 2025. Eine geschwärzte Fassung der Anklageschrift lässt erkennen, dass mindestens ein weiterer namentlich benannter Beschuldigter existiert.

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Eine zentrale Rolle in den Ermittlungen spielt die Domain web3adspanels.org, die im Dezember 2025 von Bundesbehörden beschlagnahmt wurde. Auf ihr lagerten laut Ermittlern Zugangsdaten von Tausenden Opfern. Zum Zeitpunkt jener Bekanntgabe hatte das FBI mindestens 19 Geschädigte identifiziert; die angestrebte Schadenssumme bezifferten die Behörden auf rund 28 Millionen US-Dollar, die bestätigten Verluste auf etwa 14,6 Millionen US-Dollar.

Marlo Graham, Special Agent in Charge beim FBI Atlanta, fasste den Vorwurf so zusammen: Filimonov habe mit gefälschten Domains und betrügerischen Anmeldeseiten ahnungslose Online-Banking-Kunden angegriffen und den Opfern Millionen gestohlen.

An Ermittlung und Festnahme waren nach Angaben der US-Behörden auch georgische und estnische Strafverfolger beteiligt. Filimonov befindet sich weiterhin in Gewahrsam.