Die Ausgangslage, die das Webinar beschreibt, ist bekannt: Werkzeuge auf Basis künstlicher Intelligenz finden Schwachstellen schneller, als klassische Betriebsprozesse sie schließen können. Der Engpass liegt nicht in der Erkennung, sondern in der Behebung — dort, wo manuelle Schritte, isolierte Tools und uneinheitliche Arbeitsabläufe den Takt vorgeben.

Als Antwort darauf stellen SecurityWeek und Automox das Konzept „Frontier Pace Governance" vor. Es zielt darauf ab, drei Größen gleichzeitig auszutarieren, die in der Praxis oft gegeneinander arbeiten: den Grad der Automatisierung, die geltenden Richtlinien und das geschäftliche Risiko. Der Anspruch: Endpunktbetrieb im Tempo der technischen Entwicklung, ohne Einbußen bei Sichtbarkeit, Governance und Kontrolle.

Das Format ist bewusst knapp gehalten. Zwanzig Minuten Diskussion, Beginn am 10. September 2026 um 13 Uhr Eastern Time, Teilnahme nach vorheriger Registrierung. SecurityWeek bündelt derartige Live-Termine in einer Reihe, zu der weitere Veranstaltungen gehören.

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So widmet sich ein anderes Webinar der Frage, welche Bestandteile eine ASM-Strategie ausmacht, dem Bestreben, kontinuierliche Sichtbarkeit und Inventarisierung von Assets verbindlich vorzuschreiben, sowie dem Einsatz von Red-Teaming, Bug-Bounty-Programmen und Penetrationstests in modernen Sicherheitsprogrammen. Ein weiteres beschäftigt sich mit der Definition eines „minimal überlebensfähigen Geschäftsbetriebs": Welche Systeme trägt er, wie lange dauert die Wiederherstellung tatsächlich im Vergleich zu den geschäftlichen Vorgaben — und wie lassen sich die Lücken dem Aufsichtsgremium als messbares Risiko darstellen?

Aus der Personalienrubrik meldet SecurityWeek zudem mehrere Wechsel in der Branche: Amazon hat Kevin Mandia in seinen Verwaltungsrat gewählt. Gigamon hat Grant Yacomeni zum Chief Information Security Officer ernannt. SSH Communications Security hat Lars Bell als Chief Executive Officer berufen.

Daneben veröffentlicht das Portal Beiträge von Fachautoren, die inhaltlich an das Thema anschließen. Matt Honea argumentiert, jede geleakte Zugangsinformation solle innerhalb von sechzig Sekunden nach ihrem Fund unbrauchbar sein — und schlägt vor, das zum Standardverhalten zu machen. Etay Maor fordert, dass Sicherheitsteams autonome Agenten wie hoch privilegierte Identitäten behandeln müssen.

Danelle Au wirft einen Blick auf den Datenbegriff: Fünfundzwanzig Jahre lang habe „Daten" in der Sicherheit Logs und Ereignisse bedeutet — doch Logs seien nur eine verlustbehaftete Abbildung der Wirklichkeit. Torsten George mahnt, Organisationen müssten zwischen Identitätsprüfung, Authentifizierung und Bedrohungserkennung unterscheiden, sonst authentifizierten sie erfolgreich genau jene Angreifer, die sie aufhalten wollen. Und Tod Beardsley weist darauf hin, dass stille Patches Angreifern als Hinweisquelle für Exploits dienen können, während Verteidiger ohne den Kontext dastehen, den sie zur Priorisierung von Risiken bräuchten.