Seit der Installation der kumulativen Updates aus Microsofts September-2026-Patchday häufen sich Berichte über ausfallende Remote Desktop Services. Betroffen sind nach übereinstimmenden Schilderungen von Administratoren alle aktuellen Serverversionen: Windows Server 2019 mit KB5122876, Server 2022 mit KB5122882 und Server 2025 mit KB5122871.

Das Fehlerbild ähnelt sich in den Meldungen auf Reddit und in Zuschriften an BleepingComputer. Die Server arbeiten nach dem Update zunächst einige Stunden unauffällig, dann beginnen die Probleme: Bestehende Remote-Desktop-Sitzungen lassen sich nicht mehr sauber trennen oder abmelden, neue Verbindungsversuche hängen im Aufbau fest und laufen schließlich ins Leere.

„Alle Terminalserver in unserer Umgebung fallen innerhalb eines Tages aus — Sitzungen brechen ab, neue Verbindungen sind nicht mehr möglich, die einzige Lösung ist ein harter Reset", schilderte ein Leser in den Kommentaren zum Patchday-Artikel von BleepingComputer.

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Ein anderer Administrator beschrieb einen klaren Auslöser: „Wir hatten nach dem September-Update Probleme mit den Remote Desktop Services. Es funktioniert zunächst, aber nach der ersten Abmeldung stürzen die Dienste ab, und kein weiterer Nutzer kann sich anmelden." In diesem Fall brachte auch ein Neustart des Servers keine Besserung — erst das Zurücknehmen des September-Updates stellte den Betrieb wieder her.

Einen technischen Erklärungsansatz lieferte ein Administrator, der einen Server 2022 näher untersuchte und seine Ergebnisse auf Reddit veröffentlichte. Demnach reagiert der RDP-Dienst nicht mehr, sobald sich Nutzer abmelden. Beim Debuggen zeigte sich offenbar eine Verklemmung zwischen Remote Desktop und dem Local Session Manager: „Der Dienst hängt bei RDPSERVERBASE!WDLIB_Close, hier scheint kein Timeout gesetzt zu sein. Das führt zu einem Deadlock zwischen RDP und LSM." Microsoft hat diese Analyse als Ursache bislang nicht bestätigt.

Als Behelf bleibt derzeit nur die Deinstallation der betroffenen Updates. Administratoren, die diesen Schritt gegangen sind, berichten, dass die Remote-Desktop-Funktionalität danach wieder verfügbar ist. Der Preis dafür ist allerdings hoch: Mit den Updates verschwinden auch sämtliche Sicherheitskorrekturen des September-Patchdays vom System.

BleepingComputer hat Microsoft gefragt, ob dem Unternehmen die gemeldeten Störungen der Remote Desktop Services bekannt sind und ob eine Korrektur oder eine Zwischenlösung existiert. Bis zur Veröffentlichung lag keine Antwort vor.