Amazon hat den Cybersicherheitsveteranen Kevin Mandia in seinen Verwaltungsrat berufen. Die Wahl erfolgte am 8. September, wie der Technologiekonzern mitteilte. Damit sitzt künftig einer der bekanntesten Köpfe der Branche im Board of Directors des Unternehmens.

Mandia verfügt nach Angaben von Amazon über mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Reaktion auf Cyberbedrohungen – erworben im öffentlichen wie im privaten Sektor. Seinen Ruf begründete er als Gründer und späterer CEO von Mandiant, einem Spezialisten für Incident Response und Threat Intelligence, dessen Untersuchungsberichte die Branche über Jahre prägten.

Die Firmengeschichte verlief bewegt: FireEye übernahm Mandiant Ende 2013. Den eigenen Namen erhielt das Unternehmen 2021 zurück, nachdem FireEye sein Produktgeschäft verkauft hatte. Ein Jahr später kaufte Google Mandiant und gliederte das Unternehmen in Google Cloud ein.

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Aktuell ist Mandia Gründer und CEO des Sicherheitsunternehmens Armadin. Zusätzlich ist er Mitgründer und General Partner bei Ballistic Ventures, einer Wagniskapitalgesellschaft mit Fokus auf Cybersicherheit – eine Rolle, die ihm Einblick in die Entwicklung junger Sicherheitsfirmen verschafft.

Vor seinem Wechsel in die Privatwirtschaft arbeitete Mandia als Computer Security Officer im Pentagon und als Special Agent beim Air Force Office of Special Investigations. Später gehörte er dem National Security Telecommunications Advisory Committee sowie dem Cybersecurity Advisory Committee der US-Behörde CISA an.

Amazon erklärte, Mandias Erfahrung bei der Verteidigung großer Organisationen und bei Investitionen in aufstrebende Sicherheitsunternehmen werde dem Gremium als Orientierung dienen, während sich Cyberrisiken parallel zu den Fortschritten bei künstlicher Intelligenz weiterentwickeln. „Seine Wahl spiegelt unser Bestreben wider, auf allen Ebenen des Unternehmens über die passende Erfahrung und die passenden Perspektiven zu verfügen – einschließlich unseres Board of Directors“, teilte Amazon mit.