Die erste Schwachstelle, CVE-2026-85102, beruht auf einer unzureichenden Prüfung von Zertifikatsdaten während der VPN-Aushandlung. Ein entfernter Angreifer kann darüber beliebigen Code auf einem Security Gateway ausführen.

CVE-2026-85103 ist ein Heap-Overflow im ASN.1-Decoder für VPN-Zertifikate. Diese Lücke erlaubt Remote Code Execution sowohl auf Security Gateways als auch auf Security Management Servers.

Betroffen sind laut Check Point die Versionen R81.20, R82, R82.10, R81.10.x und R82.00.x sowie die Ausgaben ohne Support (End of Support) R80 bis R80.40, R81 und R81.10. Check Point VPN in der Version R82.20 ist von keiner der beiden Schwachstellen betroffen.

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Beide Fehler werden über Check Point LivePatch Take 24 für R81.20, R82 und R82.10 behoben; zusätzlich fließen die Korrekturen in weitere Versionen ein. Laut einem Beitrag in den Community-Foren von Check Point sollten Nutzer von Check Point Live Patch (CPLP) seit dem 9. September sämtliche verfügbaren Schutzmaßnahmen gegen die beiden Lücken erhalten haben. Diese Korrekturen greifen demnach auch ohne Neustart des Servers.

CPLP-Anwender sollten allerdings überprüfen, ob die automatische Gegenmaßnahme bei ihnen tatsächlich aktiv ist: Sie steht nur für R82.10, R82 und R81.20 zur Verfügung und deckt nicht alle Konfigurationen ab.

Das NCSC rät Administratoren, die Sicherheitsupdates umgehend einzuspielen. Wer die Komponente “Site-to-Site VPN” einsetzt, soll zusätzlich die VPN-Regeln so anpassen, dass der Zugriff auf bestimmte, vertrauenswürdige IP-Adressen beschränkt bleibt.