Nach Angaben mehrerer Quellen soll jedes der fünf neuen Mission Center eine eigene Leitung erhalten. Einige Namen stehen bereits fest, darunter der künftige Chef des KI-Zentrums; eine zumindest interne Bekanntgabe könnte schon am Montag erfolgen. Die volle Einsatzfähigkeit – im militärischen Sprachgebrauch der Zustand, in dem eine Einheit ihre Aufträge vollständig erfüllen kann – wird laut einem früheren NSA-Mitarbeiter bis Januar angestrebt.

Offen ist unter anderem die Zuordnung einzelner Einheiten. Die elitäre Hackergruppe Tailored Access Operations, in den 1990er-Jahren gegründet und kürzlich wiederbelebt, soll der globalen Aufklärung unterstellt werden. Unklar bleibt dagegen, was mit anderen, erst in den vergangenen Jahren entstandenen Strukturen geschieht – etwa dem Cybersecurity Collaboration Center.

Ebenso unscharf ist, wie sich die Neuordnung auf das Verhältnis zwischen NSA und U.S. Cyber Command auswirkt. Beide teilen sich Ressourcen und den Standort Fort Meade in Maryland.

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Sowohl ein amtierender als auch ein ehemaliger Mitarbeiter der Behörde berichteten, Rudd und NSA-Vizedirektor Tim Kosiba sei bewusst, dass die schnelle Umstellung in der oft schwerfälligen Bürokratie der Organisation “Dinge kaputtmachen” werde und man im laufenden Betrieb nachsteuern müsse.

Einen Umbau dieser Größenordnung hat die NSA zuletzt vor rund einem Jahrzehnt unternommen. Das Vorhaben mit dem Namen “NSA21” sollte die offensiven und defensiven Organisationsteile zusammenführen. Noch Jahre später sorgt die Umstrukturierung bei aktiven wie ehemaligen Verantwortlichen für Frust und Ärger; viele halten sie für gescheitert und sehen in ihr vor allem eine Quelle zusätzlicher bürokratischer Verwirrung.

Ein weiterer Anlauf unter dem Kürzel “EVO25” startete etwa zu Beginn der zweiten Trump-Administration. Der Plan hätte die Büros der Behörde zusammengelegt und galt vielen als Versuch, einer von außen durch den U.S. DOGE Service verordneten Lösung zuvorzukommen. Er wurde letztlich fallen gelassen.

Rudd, der jahrzehntelang bei den Special Forces diente, hatte bereits in seiner zweiten Anhörung vor dem Geheimdienstausschuss des Senats im Januar die Richtung vorgegeben: Seine “erste Priorität ist Geschwindigkeit”. Es folgten Skalierung, Innovation und Integration. “Wir müssen uns so schnell wie möglich bewegen, um sicherzustellen, dass wir die richtigen Technologien und die richtigen Fähigkeiten haben und mehrere Optionen erzeugen können”, sagte Rudd, der im März für die Doppelrolle an der Spitze von NSA und Cyber Command bestätigt wurde.

Sein Anspruch, die nachrichtendienstlichen Erkenntnisse der NSA schneller an die militärischen Abnehmer weiterzureichen, wird mehreren Quellen zufolge vom übrigen Führungsteam geteilt – darunter Kosiba und Executive Director Darren Turner.