Microsoft bestätigt einen Fehler in den Sicherheitsupdates vom September 2026, der die Remote Desktop Services auf Windows-Server-Systemen aus dem Tritt bringt. In einem am Freitag veröffentlichten Release-Health-Eintrag nennt das Unternehmen Windows Server 2012 und neuere Versionen sowie Windows 10 und Windows 11 als betroffen.

“In manchen Umgebungen können die RDS instabil werden, was dazu führt, dass RDP-Verbindungen nach einigen Minuten fehlschlagen, Anmeldeprobleme auftreten oder Server bei ‘Bitte warten Sie auf die Remotedesktop-Konfiguration’ hängen bleiben”, so Microsoft.

Die Störung bleibt nicht auf die Fernzugriffssitzungen beschränkt: Laut Microsoft können auch verwandte Werkzeuge nicht mehr reagieren, darunter die Microsoft Management Console (MMC), der RDS-Lizenzierungsdiagnose sowie der Datei-Explorer. Zusätzlich könne die Seite für Windows Update einfrieren und dauerhaft einen Ladeindikator anzeigen.

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Betroffene Anwender berichten außerdem, dass bestehende Remotedesktop-Sitzungen nach dem Auftreten des Fehlers nicht mehr sauber getrennt oder abgemeldet werden. Neue Verbindungsversuche bleiben während des Verbindungsaufbaus hängen und scheitern anschließend.

Der Bestätigung vorausgegangen waren verbreitete Meldungen von Windows-Administratoren, wonach die Installation der Patch-Tuesday-Updates dieses Monats Nutzer am Verbinden hindert. In einigen Fällen half nur ein harter Neustart, um den Betrieb wiederherzustellen.

Als Behelf stellt Microsoft inzwischen eine Gruppenrichtlinie bereit, zu finden unter Computerkonfiguration > Administrative Vorlagen. Sie richtet sich an von IT-Abteilungen verwaltete Geräte in Unternehmensumgebungen und soll das Problem entschärfen, solange noch an einer dauerhaften Korrektur gearbeitet wird.

Wer über RDP nicht mehr auf virtuelle Maschinen zugreifen kann, dem empfiehlt Microsoft, die betroffene virtuelle Maschine zu stoppen und neu zu starten — damit lasse sich die RDS-Konnektivität vorübergehend wiederherstellen.

Ein weiterer Weg, den Administratoren beschritten haben, ist die Deinstallation der fehlerhaften Updates. Dieser Schritt hat allerdings einen Preis: Mit den Updates verschwinden auch sämtliche Sicherheitskorrekturen des aktuellen Patch-Tuesday-Pakets vom System.

Es ist nicht das erste Mal, dass Windows-Updates den Fernzugriff stören. Ein vergleichbares bekanntes Problem, das Verbindungsfehler bei Remote Desktop und RDS auslöste, behob Microsoft im März 2025; verursacht hatten es Windows-Updates, die seit Januar 2025 ausgeliefert worden waren.