Die Störung betrifft eine klar eingegrenzte Gerätegruppe: USB-Audio-Class-1.0-Hardware an Systemen mit Windows 11 24H2 oder neuer. Ältere Windows-Versionen und modernere USB-Audio-Klassen nennt Microsoft in seinem Dashboard-Eintrag nicht.
Die Symptome fallen unterschiedlich aus. Ein Teil der Anwender sieht im Geräte-Manager den Fehler „Das Gerät kann nicht gestartet werden (Code 10).", hat gar keine Tonausgabe mehr und kann weder Lautstärkeregler noch Sound-Einstellungen bedienen. Bei anderen funktioniert das Gerät grundsätzlich, scheitert aber, sobald Mehrkanalfunktionen ins Spiel kommen — etwa 3D-Audio oder der 8-Kanal-Betrieb. Genau hier setzt auch der bislang einzige bekannte Behelf an: Wer auf den 2-Kanal-Modus wechselt, bekam den Ton nach Nutzerberichten zurück. Eine von Microsoft bestätigte Umgehungslösung ist das nicht.
Es ist nicht das erste Mal, dass ein Windows-Update die Audiowiedergabe stört. Im Januar 2025 löste das optionale Vorschau-Rollup KB5050094 auf Windows-11-24H2-Systemen mit USB-Audiotreibern ebenfalls Wiedergabeprobleme und Code-10-Fehler aus; Microsoft behob den Fall damals.
Im September hob das Unternehmen zudem eine Upgrade-Sperre auf, die den Wechsel auf Windows 11 24H2 auf Rechnern mit der Audio-Software Dirac blockiert hatte. Grund waren Kompatibilitätsprobleme, durch die Bluetooth-Kopfhörer und -Lautsprecher fehlerhaft arbeiteten.
Vor zwei Jahren hatte Microsoft nach demselben Muster gehandelt: Systeme mit inkompatiblen Audiotreibern der Intel Smart Sound Technology (SST) wurden wegen Bluescreens vom 24H2-Upgrade ausgeschlossen. Parallel bestätigte der Konzern einen Fehler, durch den die Spiel-Lautstärke bei Verwendung von USB-DAC-Soundsystemen unvermittelt auf das Maximum sprang.
Abseits des Audioproblems bringen die kumulativen Updates vom September 2026 auch Korrekturen: Microsoft schloss damit bekannte Fehler, die Desktop- und Mauseinstellungen unter Windows zurücksetzten, sowie einen Bug, der den Start von Teams und Outlook auf Windows-Geräten mit ARM-Prozessor verhinderte.
