Social Engineering wird meist damit in Verbindung gebracht, dass Nutzer zur Preisgabe von Passwörtern oder anderen Zugangsdaten verleitet werden. Bösartige OAuth-Anwendungen eröffnen Angreifern einen zweiten Weg: Sie müssen keine Anmeldedaten stehlen, sondern lediglich eine Freigabe erwirken.
Das Muster ist unauffällig. Ein Beschäftigter glaubt, eine legitime Anwendung anzubinden oder auf eine vertrauenswürdige Anfrage zu reagieren – tatsächlich räumt er einer schädlichen App Rechte innerhalb der Google-Workspace-Umgebung ein. Wie weit der Zugriff reicht, hängt davon ab, welche Berechtigungen erteilt wurden.
Genau darin liegt laut den Veranstaltern der Kern des Problems: Der Schutz von Google Workspace endet nicht bei Passwörtern und klassischen Authentifizierungskontrollen. Organisationen müssen wissen, welche Anwendungen Zugriff auf ihre Umgebung haben – und welche Freigaben ihre Nutzer überhaupt erteilen dürfen. Ohne Sichtbarkeit über Drittanbieter-Anwendungen bleibt dieser Angriffsweg unbeobachtet.
Im Webinar zerlegen Kapoor und Fitzgerald den Ablauf beider Angriffe: Welche Schwachstellen in Prozessen und Konfigurationen den Erfolg ermöglichten und welche Entscheidungen die betroffenen Organisationen in den ersten, entscheidenden Stunden nach der Entdeckung trafen.
Ein zweiter Schwerpunkt richtet sich an schnell wachsende Unternehmen. Die Referenten wollen darlegen, welche Sicherheitsmaßnahmen in dieser Situation den größten Nutzen bringen – und was sie selbst priorisieren würden, wenn sie ein Sicherheitsprogramm für Google Workspace von Grund auf neu aufbauen müssten.
Die Veranstaltung findet am 23. September 2026 statt und richtet sich an Verteidiger, die anhand realer Angriffe nachvollziehen wollen, wie solche Einbrüche zustande kommen und wie sich die eigene Angriffsfläche verkleinern lässt.
