Homebrew unterscheidet zwischen „Casks", über die grafische Anwendungen, Schriften, Plug-ins und sonstige macOS-Software installiert werden, und „Formulae" — Paketdefinitionen in Ruby, die Homebrew anweisen können, Dateien herunterzuladen, Build-Befehle auszuführen oder Abhängigkeiten zu installieren.

Der neue Scan-Befehl kann alle installierten Formulae prüfen, eine einzelne Formula oder aber die in einem Brewfile deklarierten Formulae samt ihrer Abhängigkeiten. Für jede Formula ermittelt Homebrew das zugehörige Upstream-Repository und dessen Version beziehungsweise Tag; bei bereits installierten Paketen greift das Werkzeug auf die vorhandene SBOM zurück oder leitet die Quelle aus der Formula-Definition ab.

Diese Angaben schickt der Befehl als Sammelabfrage an OSV.dev, holt die passenden Schwachstelleneinträge, überprüft mögliche Treffer, wendet optionale Filter nach Schweregrad an und gleicht abschließend ab, ob Homebrew für die betreffende Formula bereits einen Sicherheitspatch eingespielt hat.

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Unabhängig davon veröffentlicht die neue Advisory-Datenbank des Projekts Einträge im OSV-Format zu Schwachstellen in Homebrew-Formula-Versionen und -Revisionen. Dokumentiert werden dabei ausdrücklich auch Korrekturen, die zurückportiert wurden, ohne dass sich die Versionsnummer der Ursprungssoftware geändert hat — ein Fall, in dem herkömmliche Versionsvergleiche ins Leere laufen.

„Homebrew veröffentlicht die Advisory-Ergebnisse in der Formula-API und in einem herunterladbaren Advisory-Index. Das hilft anderen Werkzeugen dabei, offene Schwachstellen von bereits ausgelieferten Korrekturen zu unterscheiden", erklärt das Projektteam. Die Einträge im OSV-Format stünden unter CC0 zur freien Weiterverwendung und gäben Sicherheitsteams „eine gemeinsame Quelle für Homebrew-spezifische Schwachstellendaten".

Beim Ausführungsschutz hat das Projekt ebenfalls nachgelegt: Die Sandbox blockiert in Version 7.0.0 standardmäßig den Zugriff auf die Benutzerverzeichnisse. Zudem trennt Homebrew nun Abhängigkeits-Downloads mit Netzwerkzugriff von der eigentlichen Installation, die offline abläuft.

Schneller geworden ist die neue Version ebenfalls. Laut Projekt lassen sich Pakete jetzt parallel herunterladen, vorbereiten und installieren, was Installationen und Aktualisierungen beschleunigt.

Die grafische Oberfläche BrewUI erscheint mit 7.0.0 als vollwertige Veröffentlichung. Sie ist auf macOS 26 „Tahoe" und neueren Systemen verfügbar und erlaubt es, Pakete zu durchsuchen sowie deren Abhängigkeiten einzusehen und zu verwalten — Aufgaben, die bislang der Kommandozeile vorbehalten waren.