Hackuity, ein Anbieter für Schwachstellenmanagement mit Sitz in Lyon, hat eine Finanzierungsrunde über 19 Millionen Dollar abgeschlossen. Federführend war Forgepoint Capital. Das insgesamt eingeworbene Kapital des 2018 gegründeten Unternehmens steigt damit auf 38 Millionen Dollar.

Mit dem frischen Geld will Hackuity nach eigenen Angaben die Entwicklung seiner Vulnerability-Operations-Plattform vorantreiben, die KI-Funktionen stärken und das Geschäft in Europa und Asien ausbauen.

Kern des Produkts ist die Zusammenführung von Schwachstellen- und Asset-Daten aus mehr als 130 Sicherheitsprodukten. Diese Daten werden normalisiert und um Bedrohungsinformationen sowie geschäftlichen Kontext ergänzt, damit Organisationen erkennen können, welche Lücken tatsächlich das größte Risiko darstellen.

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Die Bewertungslogik der Plattform berücksichtigt unter anderem den Schweregrad einer Schwachstelle und ihre Ausnutzbarkeit, die Kritikalität des betroffenen Assets, beobachtete Bedrohungsaktivität sowie mögliche Auswirkungen auf das Geschäft. Anschließend lässt sich die Behebung über Sicherheits-, IT-, Cloud- und Entwicklungsteams hinweg koordinieren.

Das Unternehmen positioniert seine Technik als Antwort auf die wachsende Menge an Schwachstellen und Sicherheitsbefunden, die aus Scannern, Cloud-Sicherheitsprodukten, Werkzeugen für Anwendungssicherheit, Penetrationstests und zunehmend auch aus KI-Systemen stammen.

CEO und Mitgründer Patrick Ragaru sagte, Hackuity sei aus der Überzeugung heraus entstanden, dass die Zahl der Schwachstellen die Fähigkeit von Organisationen zur manuellen Bearbeitung irgendwann übersteigen werde. Die jüngste Generation KI-gestützter Sicherheitsmodelle beschleunige diese Entwicklung und erhöhe den Bedarf an automatisierter Priorisierung und orchestrierter Fehlerbehebung. „Mythos bestätigt diese These schlicht, indem es das Ausmaß der Flutwelle unübersehbar macht", sagte er.

In einer Series-A-Runde hatte Hackuity 2022 bereits rund 13 Millionen Dollar eingesammelt. Angeführt wurde sie von dem Investor, der damals unter dem Namen Sonae IM auftrat und heute Bright Pixel Capital heißt. An der aktuellen Runde beteiligten sich laut Ankündigung des Unternehmens neben Forgepoint Capital auch die bestehenden Geldgeber Bright Pixel Capital, Bpifrance und Seventure Partners.