Microsoft untersucht weiterhin ein bekanntes Problem, durch das im klassischen Outlook für Windows die Schaltflächen für Copilot und Copilot Chat bei einem Teil der Anwender nicht mehr erscheinen. Betroffen sind nach Angaben des Unternehmens nur Kunden mit einer Copilot-Chat-Lizenz (Basic) oder einem kostenpflichtigen M365-Copilot-Konto (Premium). Bei ihnen fehlen die Copilot-Einstiegspunkte in der Seitennavigation ebenso wie oberhalb des Menübands.
Das Unternehmen hatte den Fehler bereits eingeräumt, als es eine Korrektur über eine Dienständerung ankündigte. In einer jüngeren Aktualisierung stellte Microsoft allerdings klar, dass die Analyse noch andauert. Gleichzeitig konkretisierte der Hersteller die Bedingungen: Das Problem tritt nach dem Upgrade des klassischen Outlook für Windows auf Build 20026.20182 und höher auf.
Zur technischen Ursache äußerte sich Microsoft vergleichsweise ausführlich: „Das Outlook-Team untersucht dieses Problem aktiv. Die derzeitige Analyse deutet darauf hin, dass Outlook in den betroffenen Umgebungen die MAPI-Eigenschaft PR_PROFILE_USER_SMTP_EMAIL_ADDRESS_W im Null-Profilabschnitt nicht finden kann." Und weiter: „Infolgedessen kann die Outlook-Copilot-Komponente die Copilot-bezogenen Einstellungen nicht dauerhaft speichern, wodurch der Copilot-Einstiegspunkt möglicherweise nicht im Outlook-Navigationsbereich erscheint."
Solange eine dauerhafte Korrektur aussteht, nennt Microsoft einen Behelf: Anwender sollen in den Einstellungen des klassischen Outlook die Option „Apps in Outlook anzeigen" aktivieren. Der Weg führt über die Registerkarte „Datei", dann „Optionen", anschließend „Erweitert", wo sich unter „Outlook-Bereiche" das entsprechende Kontrollkästchen setzen lässt.
Alternativ können Betroffene ein neues Outlook-Profil anlegen oder auf den neuen Outlook-Client beziehungsweise auf Outlook Web Access (OWA) ausweichen – beide sind von dem Fehler nicht betroffen.
Unabhängig davon hat Microsoft einen weiteren Fehler bestätigt, der auf Systemen mit Kaspersky-Virenschutz zu unerwarteten Abstürzen von Outlook führt. Im Anwendungsprotokoll schlagen sich diese Abstürze als Ereignisse vom Typ „Event 1000" nieder, die mit dem Kaspersky Mail Checker (mcou.dll) in Verbindung stehen. Auch hier dauert die Untersuchung durch das Outlook-Team an; betroffenen Kaspersky-Kunden empfiehlt Microsoft, sich an den Support von Kaspersky zu wenden.
Im laufenden Jahr hatte Microsoft bereits andere bekannte Probleme des klassischen Outlook-Clients ausgeräumt. Dazu zählten ein Fehler, der den Client beim Aktivieren des Microsoft-Teams-Besprechungs-Add-ins unbrauchbar machte, sowie ein weiterer, der einen Teil der Nutzer daran hinderte, E-Mails über Outlook.com zu versenden.
