„Ich werde nicht sagen, dass sich der Gesetzentwurf bewegen wird“, sagte Guthrie, Republikaner aus Kentucky, bei einer von Politico ausgerichteten Veranstaltung in Arlington, Virginia. „Es ist wirklich kompliziert, und ich möchte nichts in einer Übergangssitzungsperiode übers Knie brechen und dabei Fehler machen.“

Der politische Druck hat zuletzt zugenommen: Ein ehemaliger Anthropic-Mitarbeiter kündigte kürzlich und gab mehrere Interviews, in denen er seine Befürchtung äußerte, KI könne die Menschheit auslöschen. Daraufhin forderten die Chefs sämtlicher großer KI-Unternehmen Gesetzgeber und das Weiße Haus auf, ihre Arbeit zu regulieren.

Das Weiße Haus spielt die Bedenken herunter und lehnt zusätzliche Regulierung ab. David Sacks, der frühere KI-Beauftragte des Präsidenten, bekräftigte diese Haltung bei derselben Veranstaltung. Sacks berät das Weiße Haus weiterhin in Wissenschafts- und Technologiefragen und gilt als äußerst einflussreich beim Präsidenten, insbesondere in KI-Fragen.

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Eine Leitplanke, die Sacks unterstützen würde, geht auf einen Vorschlag von Elon Musk zurück: KI-Unternehmen sollen die Sicherheit der Modelle ihrer Konkurrenten prüfen, bevor diese veröffentlicht werden, statt sich allein auf interne Tests oder auf strengere staatliche Regulierung zu verlassen. „Ich finde das einen wirklich interessanten Vorschlag, weil er die Kräfte des Wettbewerbs nutzbar macht“, sagte Sacks. „Das andere Interessante an Elons Vorschlag ist, dass chinesische Unternehmen mitmachen könnten.“ Vorgesehen sei eine Phase vor der Veröffentlichung, in der der Rest der Branche die Modelle mit standardisierten Testumgebungen auf Herz und Nieren prüfen und Probleme finden könne, bevor sie freigegeben würden.

Hugging-Face-Chef Clem Delangue, der ebenfalls auf der Veranstaltung sprach, hält neue Vorschriften für verzichtbar – obwohl rund 700 außer Kontrolle geratene OpenAI-Agenten die quelloffene Plattform seines Unternehmens angegriffen hatten. „Ich bin mir nicht einmal sicher, ob wir das Rad neu erfinden und neue Regulierung schaffen müssen, denn das Rechtssystem für Cyberangriffe funktioniert heute schon gut“, sagte Delangue.

OpenAI arbeitete mit Hugging Face in einer gemeinsamen forensischen Untersuchung des Vorfalls zusammen, zog externe Prüfer hinzu und erklärte, es habe seine Infrastruktur erheblich umgebaut, um künftige Angriffe abzuwehren.

Für andere Reformen warb Delangue sehr wohl: Cyberangriffe, die von KI-Agenten ausgeführt werden, sollten verpflichtend offengelegt werden. „Ich denke, es gibt viel zu tun bei besseren Offenlegungen – muss man die vollständigen Agenten-Protokolle offenlegen? Muss man offenlegen, wie die dafür genutzten Modelle trainiert wurden?“, fragte er. Bei der Transparenz insgesamt seien viele Verbesserungen möglich, die künftig sehr wichtig seien, um den Überblick zu behalten, Zusammenhänge zu verstehen und die Gesellschaft an die KI anzupassen.