Die Spur führt in die iOS-Version der Claude-App: Dort ist laut TestingCatalog ein bislang nicht angekündigter Bereich “Money” aufgetaucht, der sich neben die bestehenden Rubriken Chats, Code, Artifacts, Dispatch und Cowork einreiht. Der begleitende Text bewirbt die Funktion mit den Worten “Verstehe dein Geld mit Claude” und der Aufforderung, Bankkonten zu verknüpfen und Claude anschließend zu Ausgaben und Planungen zu befragen.
Eine Schaltfläche zum Starten der Kontoverbindung ist bereits vorhanden, ausgerollt wird die Funktion für die breite Nutzerschaft aber offenbar noch nicht. Weil die Verweise auf “Claude Money” vor der erwarteten Ankündigung sichtbar wurden, bleiben zentrale Fragen offen: Welche Banken angebunden werden, wie die Verknüpfung erfolgt und ob das Angebot auf die Vereinigten Staaten oder bestimmte Bundesstaaten begrenzt bleibt, ist nicht bekannt.
Neu ist die Idee nicht. OpenAI bietet mit “Finances” bereits eine vergleichbare Funktion in ChatGPT an. Dort lassen sich Bankkonten, Kreditkarten, Depots und weitere Finanzkonten über den Dienstleister Plaid einbinden. Anschließend kann ChatGPT auf Basis dieser Daten Fragen zu Ausgaben, Rechnungen, Abonnements, Ersparnissen, Vermögen und Investments beantworten.
OpenAI betont dabei, die personenbezogenen Daten nicht für das Training der KI-Modelle zu verwenden. Nach eigenen Angaben unterstützt das Unternehmen derzeit mehr als 12.000 Finanzinstitute in den USA. Anthropic dürfte einem ähnlich eingegrenzten Start folgen; ein Rollout in Europa erscheint angesichts der dortigen Datenschutzgesetze fraglich.
