Microsoft stellt in einem Update des Release-Health-Dashboards klar, woran es liegt: „Das Update aktiviert die Erzwingung von Machine Identity Isolation zwar nicht direkt, führt aber dazu, dass Windows vorhandene oder per Richtlinie bereitgestellte Einstellungen, die die Erzwingung aktiviert hatten, nun berücksichtigt."
Entscheidend ist dabei die Umgebung: „Diese Funktion wird jedoch nur für Umgebungen unterstützt, die mit Domänencontrollern auf der Domänenfunktionsebene (DFL) von Windows Server 2025 oder höher verbunden sind. Andernorts sollte die Funktion deaktiviert werden", so Microsoft. Administratoren müssen Machine Identity Isolation demnach auf allen Geräten abschalten, die zuvor dafür konfiguriert wurden und nicht mit Domänencontrollern unter Windows Server 2025 verbunden sind.
An einer dauerhaften Lösung arbeitet das Unternehmen noch: Ein künftiges Windows-Update soll die Erzwingung von Machine Identity Isolation vorübergehend unterbinden. Bis dahin bleibt der beschriebene Behelf.
Dieser verlangt, die Funktion mit derselben Verwaltungsmethode zu deaktivieren, mit der sie ursprünglich aktiviert wurde. Wurde Machine Identity Isolation per Intune-Richtlinie eingeschaltet, muss die Abschaltung über Intune erfolgen; bei Aktivierung über Gruppenrichtlinien entsprechend über die Gruppenrichtlinien. Für Umgebungen, in denen die Funktion direkt in der Windows-Registry gesetzt wurde, beschreibt Microsoft ein eigenes Vorgehen.
Administratoren sollten dabei die Warnung aus Microsofts Dokumentation im Blick behalten: Wird Machine Identity Isolation im Erzwingungsmodus aktiviert und anschließend deaktiviert, ist die Domänenauthentifizierung gestört – das betroffene Gerät muss aus der Domäne gelöst und erneut aufgenommen werden.
Die Anmeldeprobleme sind nicht der einzige Nebeneffekt der September-Updates. Anfang der Woche hatte Microsoft außerhalb des regulären Zyklus zusätzliche Windows-Updates veröffentlicht, die Ausfälle der Remotedesktopdienste, Probleme mit Hyper-V sowie Störungen bei USB-Audio beheben sollten – allesamt Folgen der Sicherheitsupdates dieses Monats.
Vollständig gelöst ist damit allerdings nicht alles: Die Notfall-Updates beseitigten nicht sämtliche Audioprobleme, die die September-Updates verursacht haben. An einer Korrektur für die verbliebenen Fehler arbeitet Microsoft nach eigenen Angaben weiterhin.
