Im Mittelpunkt der Sammelveröffentlichung steht die Identity Services Engine. Cisco behebt dort 20 CVEs, von denen zwölf als kritisch gelten. Drei Schwachstellen – CVE-2026-20282, CVE-2026-20283 und CVE-2026-20284 – waren zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bereits öffentlich beschrieben. Sie lassen sich aus der Ferne für SQL-Injection, die Manipulation von Daten und die Ausführung beliebiger Befehle missbrauchen, setzen allerdings in allen drei Fällen administrativen Zugang voraus.
CVE-2026-20282 und CVE-2026-20283 sind formal nur mittelschwer eingestuft, gelten Cisco aber dennoch als hochriskant: Sie verschaffen Angreifern ein Rechteniveau, das ohne größere Hürden zu Root-Zugriff führen kann. CVE-2026-20284 ist dagegen als kritisch bewertet und beruht auf unzureichender Prüfung von Benutzereingaben; Angreifer können damit Daten einsehen oder verändern und einen Denial-of-Service auslösen.
„Das Cisco PSIRT ist sich bewusst, dass zu den in diesem Hinweis beschriebenen Schwachstellen eine öffentliche Ankündigung vorliegt“, schreibt das Unternehmen in seinem Advisory.
Darüber hinaus beschreiben die Hinweise sechs weitere kritische ISE-Lücken: drei Schwachstellen für Remote Code Execution, zwei Command-Injection-Fehler, die zur Befehlsausführung mit Root-Rechten führen, sowie eine Authentifizierungsumgehung in der REST-API. Unter fünf weiteren CVEs fasst Cisco mehrere kritische Probleme zusammen, die Injection, Cross-Site-Scripting, Umgehungen, Informationsabfluss und Path Traversal betreffen.
Für das Secure Firewall Management Center schließt der Hersteller 18 CVEs, acht davon mit kritischem Schweregrad. Sie erlauben es entfernten Angreifern unter anderem, beliebige Befehle als Root auszuführen, Root-Rechte zu erlangen sowie Schutzmechanismen und Authentifizierung zu umgehen. Vier dieser kritischen Einträge bündeln jeweils mehrere Schwachstellen derselben Fehlerklasse und wirken sich zusätzlich auf Secure Firewall ASA und Secure Firewall Threat Defense aus.
Heraus sticht dabei CVE-2026-20332: Zwei Schwachstellen derselben Klasse wurden bereits im Feld ausgenutzt. Es handelt sich um CVE-2026-20079 und CVE-2026-20316, die im März beziehungsweise im Juli offengelegt und seit August für Angriffe genutzt wurden.
Beim Nexus Dashboard veröffentlichte Cisco Korrekturen für sechs CVEs mit kritischem und hohem Schweregrad. Sie decken Probleme bei der Authentifizierung, Code- und Command-Injection, die Speicherung von Daten im Klartext, SQL-Injection sowie Path Traversal ab.
Zeitgleich warnte Cisco vor einer kritischen Authentifizierungsumgehung in ISE, die als Zero-Day bereits aktiv ausgenutzt wird. Weiterführende Details listet der Hersteller auf seiner Seite mit Sicherheitshinweisen sowie in der Benachrichtigung vom 16. September auf.
