Microsoft hat am Donnerstag Patches für 18 Schwachstellen bereitgestellt, die das Azure-Cloud-Portfolio und die Copilot-KI-Produkte betreffen. Den Schwerpunkt bilden Fehler, die eine Ausweitung von Rechten erlauben.
Von dieser Kategorie betroffen sind Azure ARC, Azure AI Foundry, Azure Logic Apps, Azure Billing, Azure HorizonDB, Azure Cosmos DB, Azure Container Registry, Microsoft Fabric, Microsoft Dataverse sowie Microsoft 365 Copilot. Mehrere weitere Lücken führen zur Offenlegung von Informationen; sie stecken in Copilot, Microsoft 365 Copilot, Microsoft 365 Copilot Business Chat und Azure Machine Learning. Eine einzelne Spoofing-Schwachstelle betrifft das Azure Portal.
Microsoft hat alle 18 Schwachstellen als kritisch eingestuft. Die vergebenen CVSS-Werte deuten bei einem Teil der Fälle jedoch lediglich auf einen hohen oder mittleren Schweregrad hin. Ein Teil der Probleme wurde von Microsoft selbst entdeckt, ein erheblicher Anteil stammt aus Meldungen externer Sicherheitsforscher.
Für Anwender ergibt sich daraus kein Handlungsbedarf: Nach Darstellung des Konzerns wurden sämtliche Korrekturen serverseitig eingespielt. Zudem wurde keine der Lücken als aktiv ausgenutzt gekennzeichnet.
Eine Ausnahme bildet eine ebenfalls in dieser Woche angekündigte Korrektur für eine Rechteausweitungslücke in Windows. Der unter CVE-2026-85921 geführte Fehler lässt sich nur durch ein Update des Betriebssystems beseitigen. Microsoft hält eine Ausnutzung hier für „weniger wahrscheinlich“.
Die Zahl der entdeckten Schwachstellen ist bei Microsoft – wie bei anderen großen Organisationen – in den vergangenen Monaten stark gestiegen, was das Unternehmen auf den zunehmenden Einsatz fortgeschrittener KI zurückführt. Mit den jüngsten Patch-Tuesday-Updates hat Microsoft nach eigenen Angaben 970 Schwachstellen über sein Produktportfolio hinweg behoben – ein Rekordwert.
