Das Startup MIND hat in einer Series-B-Runde 72 Millionen Dollar eingeworben. Die Gesamtfinanzierung des Unternehmens steigt damit auf 112 Millionen Dollar. Federführend war Crosspoint Capital Partners; die bereits zuvor engagierten Geldgeber YL Ventures und Paladin Capital Group beteiligten sich erneut.

MIND sitzt in Seattle und hatte seine Tarnphase 2024 beendet. Das Unternehmen tritt mit einer nach eigener Beschreibung KI-nativen Plattform für Datenverlustprävention an, die Kundendaten über intelligente Automatisierungen absichern soll.

Technisch setzt der Anbieter auf eine mehrschichtige Klassifizierung, die sowohl Inhalt als auch Kontext von Daten bestimmen soll. Darauf aufsetzende KI-Agenten übernehmen den eigentlichen DLP-Prozess: Sie untersuchen Ereignisse, justieren Richtlinien und bearbeiten aufgetretene Probleme. Erkennung und Blockade von Exfiltrationsversuchen erfolgen laut MIND in Echtzeit und erstrecken sich über die gesamte Unternehmensumgebung – von E-Mail und Endgeräten über generative KI bis zu SaaS-Diensten.

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Mit dem neuen Geld will das Unternehmen die Entwicklung der Plattform beschleunigen, in zentrale Unternehmensmärkte vorstoßen, bestehende Partnerschaften vertiefen und das Team vergrößern.

Mitgründer und Geschäftsführer Eran Barak verortet die Marktlücke in der Diskrepanz zwischen Tempo und Werkzeug: “Von Sicherheitsverantwortlichen wird verlangt, Daten zu schützen, die sich mit KI-Geschwindigkeit bewegen – mit komplexen, manuellen und unvollständigen Werkzeugen, die für eine langsamere Welt entworfen wurden. DLP ist ein riesiger, etablierter Markt, aber er wurde nicht mit Blick auf KI gebaut.”

KI verschärfe das Problem zusätzlich, so Barak weiter, weil sowohl Menschen als auch autonome Systeme neue Wege erhielten, sensible Daten in nie dagewesener Geschwindigkeit abzurufen und zu bewegen. Zugleich liefere dieselbe Technologie die Mittel, um den Schutz dieser Daten neu zu erfinden: “Wir glauben, dass dies der Moment ist, DLP neu zu definieren und MIND als führenden Anbieter für Datensicherheit im KI-Zeitalter aufzubauen.”