Die Funktion „Weaponizable File Protection" gehört zu den in Teams eingebauten Sicherheitsmechanismen für Nachrichten. Sie durchsucht Unterhaltungen und blockiert Chat- oder Kanalnachrichten, die als gefährlich eingestufte Dateianhänge enthalten – also Dateiendungen, die typischerweise mit Schadsoftware in Verbindung gebracht werden.

Bisher ist diese Liste fest vorgegeben. Nach Microsofts Support-Dokumentation haben Administratoren derzeit keine Möglichkeit, die blockierten Dateitypen zu ändern. Genau an dieser Stelle setzt die angekündigte Erweiterung an.

„Microsoft Teams erweitert die Administratorsteuerung für die Weaponizable File Protection. Administratoren werden anpassen können, welche Dateitypen in Teams blockiert werden, um sie an die Sicherheitsanforderungen ihrer Organisation anzugleichen – oder weiterhin die von Microsoft empfohlene Standardliste verwenden", heißt es in dem Roadmap-Eintrag. Die zusätzliche Flexibilität helfe Organisationen dabei, Richtlinien zum Dateischutz maßzuschneidern und zugleich eine sichere Zusammenarbeitsumgebung zu erhalten.

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Der Rollout ist für November 2026 vorgesehen. Zur allgemeinen Verfügbarkeit soll die Anpassungsmöglichkeit weltweit in gewöhnlichen mandantenübergreifenden Cloud-Umgebungen bereitstehen, und zwar auf Android, iOS, macOS, in der Desktop-Anwendung sowie im Web.

Parallel dazu arbeitet Microsoft an mehreren weiteren Teams-Schutzfunktionen. Ab Dezember sollen Administratoren externe Nutzer über das Defender-Portal blockieren können. Damit zielt Microsoft ausdrücklich auf Cybercrime-Gruppen – darunter Ransomware-Banden –, die Teams für Social-Engineering-Angriffe auf Beschäftigte missbrauchen.

Bereits in diesem Monat hatte der Konzern angekündigt, dass Teams QR-Codes von externen Absendern unkenntlich machen wird, um zusätzlichen Schutz vor Phishing- und Betrugsversuchen zu bieten. In dieser Woche kam die Ankündigung hinzu, dass Nutzer ab November verdächtige Gasteinladungen direkt aus Teams heraus melden können. Die Sicherheitsteams der jeweiligen Organisation sollen so Phishing-Versuche und andere Angriffe über Gasteinladungen schneller erkennen und unterbinden.

Zudem verteilt Microsoft bereits eine neue Richtlinie zum Schutz von Teams-Besprechungen: Sie erlaubt es Administratoren, sämtliche als extern identifizierten Bots automatisch von der Teilnahme an Meetings auszuschließen.