Mit dem Abschluss der beiden Transaktionen bündelt Dragos drei Technologieansätze unter einem Dach. NetRise bringt Einblicke auf Firmware-Ebene in die Angriffsfläche von Geräten sowie Transparenz über die Software-Lieferkette mit. runZero, gegründet von Metasploit-Schöpfer HD Moore, steuert Asset Discovery, die Bewertung von Exposition und Informationen zur Angriffsfläche bei.

Auch die Führungsmannschaften wechseln mit: runZero-Chef HD Moore, NetRise-Chef Thomas Pace und NetRise-Technikvorstand Michael Scott stoßen samt ihren Teams zu Dragos und sollen dort die Integration der Plattformen verantworten.

Dragos-Chef Robert M. Lee begründet die Ausrichtung mit einem erweiterten Schutzbedarf jenseits klassischer OT-Umgebungen: „Organisationen in den Bereichen Strom, Öl und Gas, Fertigung, Rechenzentren und anderen Sektoren kritischer Infrastruktur müssen jedes System verteidigen, das einen physischen Prozess beeinflussen kann. Diese erweiterte Umgebung ist xOT. NetRise, runZero und Dragos verteidigen sie gemeinsam.“

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Organisatorisch bleibt Dragos eigenständig. Lee führt das Unternehmen weiterhin als CEO und ist zusätzlich zum Vorsitzenden des Verwaltungsrats ernannt worden. Neben neuen Board-Mitgliedern aus dem Hause Accenture kehrt Dmitri Alperovitch in das Gremium zurück.

Zu den Kaufpreisen für NetRise und runZero machten die Beteiligten keine Angaben. Bekannt ist lediglich die Bewertung von Dragos selbst: Accenture übernahm die Mehrheit auf Basis eines Unternehmenswerts von 3,25 Milliarden Dollar, eingebettet in das insgesamt 4,1 Milliarden Dollar schwere Geschäft.

Die Transaktion reiht sich in ein weiterhin lebhaftes Übernahmegeschehen in der Sicherheitsbranche ein: Der M&A-Tracker von SecurityWeek verzeichnet für das laufende Jahr bislang mehr als 280 Abschlüsse.