Entdeckt wurde der Vorfall am Mittwoch. Wann der unbefugte Zugriff begann und wie lange er andauerte, ist bislang ungeklärt. Auch zur Zahl der möglicherweise betroffenen Personen und zum Umfang der abgeflossenen Daten hat sich die Universität nicht geäußert.

Der Angreifer ist nicht identifiziert. Ob eine Lösegeldforderung einging, ließ die Hochschule offen.

Nach dem Fund trennte die LMU den betroffenen Server vom Netz und zog externe IT-Sicherheitsfachleute hinzu. Zusätzlich arbeitet die Universität bei der Untersuchung mit den Strafverfolgungsbehörden zusammen. Mehrere Systeme, die nicht direkt betroffen waren, wurden vorsorglich ebenfalls abgeschaltet — einzelne interne Dienste waren dadurch zeitweise nicht verfügbar.

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Die Lehre sei durch den Angriff nicht beeinträchtigt worden, so die Universität. Die Immatrikulation wurde allerdings kurzzeitig ausgesetzt und soll in dieser Woche wieder aufgenommen werden. Betroffene Einschreibefristen will die LMU verlängern, damit Studierenden keine Nachteile entstehen.

Parallel hat die Hochschule Fachleute damit beauftragt, Darknet-Foren und andere relevante Plattformen daraufhin zu beobachten, ob die kompromittierten Informationen in Umlauf gebracht werden.

Studierende berichten unterdessen von Problemen beim Zugriff auf Universitätsdienste, die sie zur Vorbereitung des kommenden Semesters benötigen. „Ich kann mich nicht für Kurse anmelden, ich kann meine Noten nicht einsehen", sagte ein Studierender dem regionalen Nachrichtenportal Rosenheim24.

Hochschulen gelten seit Langem als attraktive Ziele für Cyberkriminelle: In ihren Netzen liegen große Mengen personenbezogener und finanzieller Daten, während sie gleichzeitig weit verzweigte Gruppen von Studierenden, Forschenden und Beschäftigten versorgen.

In den USA waren zuletzt unter anderem die University of Texas, die University of Oklahoma, die Stanford University und die University of Michigan von Ransomware-Angriffen betroffen; mehrere dieser Vorfälle ereigneten sich nach Ferienpausen. Bei der University of Pennsylvania wurde im Oktober im Rahmen eines Sicherheitsvorfalls das E-Mail-System gestört, die Columbia University und die Harvard University waren im vergangenen Jahr Angriffen ausgesetzt.