Die Studie zeichnet das Bild einer Branche, die viel investiert und sich sehr sicher fühlt – während fast die Hälfte der Befragten binnen eines Jahres einen Cybervorfall erlebt hat. 46 Prozent berichten von einem solchen Vorfall, 90 Prozent äußern gleichwohl Zuversicht, Angriffe verhindern, eindämmen oder sich davon erholen zu können.

Dass Geld fließt, belegen die Zahlen ebenfalls: 62 Prozent der befragten Organisationen haben bereits in Cybersicherheitsplattformen investiert. In der Wahrnehmung der Entscheider rangiert Cybersicherheit auf Platz zwei der Technologieinvestitionen mit dem höchsten Ertrag.

Ein zentrales Spannungsfeld ist die Annäherung von Informationstechnik und Betriebstechnik. Die Schnittstellen zwischen IT und OT gelten den Befragten als zweitanfälligster Punkt für Cybervorfälle. Gleichzeitig erwarten 37 Prozent, dass gerade die Absicherung der IT/OT-Architektur in den kommenden fünf Jahren positive Geschäftsergebnisse bringen wird.

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Die Konvergenz erhöht das Risiko laut Bericht, weil sie die Angriffsfläche ausdehnt, neue Verbindungspunkte schafft und Bedrohungen aus IT-Umgebungen bis in die industrielle Produktion durchschlagen lassen kann. Je stärker Betriebsdaten, Systeme, Nutzer und Drittanbieteranbindungen miteinander verwoben sind, desto breiter können die Folgen eines einzelnen Vorfalls ausfallen – von Produktion und Sicherheit über Qualität bis zur Geschäftskontinuität.

Auf die Bedrohungslage wollen die Unternehmen zunehmend mit maschinellen Verfahren antworten. 45 Prozent planen, in den kommenden zwölf Monaten künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen für Sicherheitsvorhaben einzusetzen, vor allem um Erkennung, Überwachung und Risikomanagement zu verbessern.

„Industrieunternehmen verstehen, dass Cybersicherheit unmittelbar auf Verfügbarkeit, Kontinuität, Produktivität und Wachstum wirkt, aber Technologieinvestitionen allein schaffen weder operative Widerstandsfähigkeit noch Vertrauen in die eigene Sicherheitslage", sagt Rick Kaun, globaler Leiter der Cybersicherheitsdienste bei Rockwell Automation. Echte Resilienz entstehe erst, wenn Cybersicherheit fester Bestandteil der Geschäftsstrategie werde; wer Risiken vorausschauend steuere und sich auf Störungen vorbereite, könne Betrieb und Produktion besser schützen und sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.

Operative Resilienz definiert der Bericht als die Fähigkeit einer Organisation, sichere und zuverlässige Industrieabläufe aufrechtzuerhalten – durch vorausschauendes Risikomanagement, begrenzte Störungen und schnelle Wiederherstellung nach Vorfällen.

Die Untersuchung wurde von Sapio Research in Zusammenarbeit mit Rockwell Automation durchgeführt und deckt 17 der führenden Fertigungsnationen ab. Rockwell Automation mit Sitz in Milwaukee, Wisconsin, beschäftigt zum Ende des Geschäftsjahres 2025 rund 26.000 Mitarbeiter und ist in mehr als 100 Ländern tätig.