Microsoft hat IT-Verantwortliche darauf hingewiesen, dass Always-On-VPN-Verbindungen nach der Installation der Windows-11-Sicherheitsupdates vom September 2026 fehlschlagen können. Die entsprechende Service-Meldung liegt BleepingComputer vor und wurde von Microsoft-MVP Susan Bradley öffentlich gemacht.

Den Angaben zufolge tritt das Problem in Konfigurationen auf, in denen das VPN bei einem gescheiterten Verbindungsaufbau automatisch ein anderes Verfahren probiert. “Dieses Problem kann auftreten, wenn das VPN so konfiguriert ist, dass es automatisch eine andere Verbindungsmethode versucht, falls die erste Verbindung fehlschlägt – zum Beispiel bei der automatischen Protokollauswahl mit IKEv2 und SSTP”, erklärt Microsoft.

Die Folgen beschreibt der Hersteller konkret: “Betroffene VPN-Verbindungen bleiben möglicherweise im Zustand ‘Verbindung wird hergestellt’ oder versuchen wiederholt erfolglos, eine Verbindung aufzubauen. Bei weiteren Versuchen kann zudem die Fehlermeldung erscheinen: ‘Der angegebene Port wird bereits verwendet.’”

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Eine dauerhafte Korrektur ist noch in Arbeit. Als Übergangslösung empfiehlt Microsoft, die automatische Protokollauswahl im Always-On-VPN-Profil abzuschalten und stattdessen ein einzelnes Protokoll festzulegen – entweder ausschließlich SSTP oder ausschließlich IKEv2. Welches der beiden geeignet ist, hänge von der jeweiligen Umgebung, den Sicherheitsanforderungen und der Bereitstellung ab.

Always On VPN löst die ältere DirectAccess-Technik ab und arbeitet mit domänengebundenen, nicht domänengebundenen sowie mit Microsoft Entra ID eingebundenen Geräten. Die Lösung steht unter Windows 10, Windows 11 und Windows Server zur Verfügung und stellt automatisch im Hintergrund einen gesicherten Tunnel ins Unternehmensnetz her, sobald ein Gerät eine Internetverbindung hat. Administratoren können außerdem steuern, welche Anwendungen und Dienste das VPN nutzen; neben IKEv2 und SSTP wird auch Mehr-Faktor-Authentifizierung unterstützt.

Das VPN-Problem ist nicht die einzige Nebenwirkung der kumulativen Updates dieses Monats. Vor einer Woche veröffentlichte Microsoft Notfall-Updates gegen Störungen bei Hyper-V, Ausfälle der Remote Desktop Services und Probleme mit USB-Audio, die ebenfalls auf die September-Updates 2026 zurückgehen.

Hinzu kommt ein separater Fehler, der einige Windows-11-Nutzer trotz gültiger Domänen-Anmeldedaten an der Anmeldung hindert – auch dafür hat Microsoft einen vorläufigen Workaround veröffentlicht. Zudem arbeitet das Unternehmen nach eigenen Angaben an der Behebung eines weiteren Fehlers, durch den die in Windows integrierte Sicherungsfunktion Dateiversionsverlauf den Dienst einstellen kann.