Anthropic öffnet sein Ökosystem: Mit dem Claude Marketplace bündelt das Unternehmen Plugins, Konnektoren, Agenten und weitere KI-Werkzeuge an einer Stelle. Der Marktplatz ist bereits öffentlich erreichbar und umfasst laut Anthropic über 2.000 Einträge.
Dabei stammt das Angebot ausdrücklich nicht allein aus dem Haus Anthropic. Zu den beteiligten Anbietern zählen Atlassian, Google, Microsoft, Notion und Salesforce. Unternehmen können darüber hinaus Claude-gestützte Agenten und Produkte von Partnern wie CrowdStrike, Cursor, Harvey, Legora, Lovable und Snowflake erwerben.
Neben Software listet der Marktplatz laut Anthropics Blogbeitrag auch Beratungs- und Systemintegrationspartner. Genannt werden Accenture, Boston Consulting Group und Deloitte – Adressaten sind Organisationen, die Hilfe beim unternehmensweiten Ausrollen von Claude suchen.
Bislang ließ sich Claude zwar schon mit gängigen Anwendungen verknüpfen, doch ein Marktplatz nach dem Vorbild eines App-Stores geht über solche einfachen Integrationen hinaus. Entwickler können eigene Konnektoren und Plugins mit dem Model Context Protocol (MCP) und den Agent Skills bauen. Wer Claude-gestützte Software verkauft, kann eine Aufnahme ins Verzeichnis beantragen.
Als Ziel nennt Anthropic, Teams das Entdecken von Produkten zu erleichtern, die bereits mit Claude zusammenarbeiten, und Entwicklern wie Partnern gleichzeitig einen direkten Draht zu bestehenden Claude-Kunden zu geben.
Ob das Konzept aufgeht, ist offen. Die Unterstützung durch Schwergewichte wie Microsoft oder Google allein dürfte für den Erfolg eines solchen Marktplatzes nicht genügen – vergleichbare Schwierigkeiten zeigten sich bereits, als OpenAI einen App-Marktplatz startete, der sich nicht durchsetzen konnte. Anthropic will diesen Fehler offenbar vermeiden, indem grundsätzlich jeder eigene Produkte veröffentlichen darf. Der Claude Marketplace ist über die Website von Anthropic erreichbar.
