Die Spur zu „o" ist dünn, aber konkret. In der Leistungsübersicht des ChatGPT-Pro-Tarifs für 100 US-Dollar erschien vorübergehend der Eintrag „o, dein immer aktiver Assistent" – gesichtet und auf X geteilt von Nutzern, bevor der Hinweis wieder verschwand. OpenAI selbst hat sich dazu bislang nicht geäußert, weder bestätigend noch dementierend.

Eingereiht war die Funktion in eine Liste klassischer Pro-Vorteile: mehr Nutzung von Work und Codex, maximale Speicherkapazität für Erinnerungen, 100 GB Dateispeicher sowie vorzeitiger Zugang zu neuen Funktionen. Dass „o" dort überhaupt auftaucht, deutet darauf hin, dass der Assistent zunächst als Premium-Merkmal des teuersten Endkundentarifs gedacht ist.

Interessanter als der Listeneintrag ist ein zweiter Fund: eine dynamische Konfiguration mit dem Anzeigenamen „o" und einem zugehörigen E-Mail-Suffix „-o". Beides zusammen legt nahe, dass der Assistent eine eigene Adresse oder zumindest eine eigenständige Identität im E-Mail-Verkehr bekommen könnte. Für ein System, das im Hintergrund weiterarbeitet, während der Nutzer ChatGPT gar nicht geöffnet hat, wäre eine solche Anbindung eine plausible Grundlage – etwa, um Aufgaben fortzuführen oder Ergebnisse zuzustellen. Belastbare Angaben zum Funktionsumfang gibt es allerdings nicht.

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Zeitlich passt der Fund gut in den Kalender: OpenAI hat den DevDay 2026 für den 29. September in San Francisco bestätigt und dort eine Reihe neuer Funktionen in Aussicht gestellt. Die Veranstaltung soll technische Sessions, Demonstrationen und neue Werkzeuge bieten und damit einen genaueren Blick auf die aktuellen Entwicklungsarbeiten erlauben – ein naheliegender Rahmen, um auch zu „o" mehr zu erfahren.

Parallel kursieren Verweise auf ein internes System namens „Aeon", das sich um maßgeschneiderte Agenten für ChatGPT-Arbeitsbereiche dreht. Nach bisherigem Stand handelt es sich dabei jedoch um ein separates Vorhaben; „o" wirkt dagegen wie ein Angebot, das direkt an Endkunden gerichtet ist.

Endgültige Klarheit bringt erst eine offizielle Ankündigung. Bis dahin bleibt „o" ein Name, der sich versehentlich in einer Tarifübersicht und in einer Konfigurationsdatei gezeigt hat – mit dem E-Mail-Suffix als deutlichstem technischen Anhaltspunkt für die geplante Richtung.