Nach Angaben von DataBreaches wurde Van der Stap in diesem Jahr am 15. September erneut festgenommen, als eine taktische Einheit der niederländischen Polizei das Amsterdamer Haus durchsuchte, das er mit seiner Mutter bewohnte, und elektronische Geräte beschlagnahmte.

KrebsOnSecurity berichtet unter Berufung auf mit den Ermittlungen vertraute Quellen, die Behörden prüften eine mögliche Verbindung zwischen Van der Stap und ShinyHunters. Anknüpfungspunkt ist demnach das früher von ihm genutzte Pseudonym „Umbreon": Dieselbe Pokémon-Figur verwendete ShinyHunters zuletzt bei einem Einbruch beim FBI sowie bei der Verunstaltung der Leak-Seite der Ransomware-Gruppe Clop.

Van der Stap nutzte das Alias „Umbreon" samt Pokémon-Bildsprache bereits 2021 auf BreachForums. Allerdings tauchte dieselbe Figur schon ein Jahr zuvor bei einer Verunstaltung der Website HackForums im Jahr 2020 auf — also ein Jahr, bevor Van der Stap das Konto „Umbreon" anlegte. Die Zuordnung ist damit alles andere als eindeutig.

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Zuvor hatte die niederländische Polizei eine Tonaufnahme der Stimme eines niederländischsprachigen Mannes veröffentlicht, der einer Beteiligung am Angriff auf Odido verdächtigt wird. Nach Darstellung der Ermittler rief der Mann bei einem Mitarbeiter des Odido-Helpdesks an, gab sich als Angehöriger der IT-Abteilung des Unternehmens aus und brachte den Mitarbeiter dazu, Zugangsdaten und einen Bestätigungscode auf einer gefälschten Anmeldeseite einzugeben. Dadurch erhielten die Angreifer Zugriff auf interne Systeme.

DataBreaches, nach eigenen Angaben mehrfach im Austausch mit Van der Stap, hält die Stimme in der Aufnahme nicht für die seine. Ein enger Freund von Van der Stap sei zum selben Ergebnis gekommen.

Auf Anfrage von BleepingComputer zur Festnahme wies ein Vertreter von ShinyHunters jede Verbindung zu dem Mann zurück: „Diese Person hat keinerlei Verbindung zu uns. Ehrlich gesagt lachen wir darüber", erklärte der Akteur gegenüber BleepingComputer.

Weitere Einzelheiten dürften mit dem Gerichtstermin in Rotterdam bekannt werden. Die Polizei kündigte an, dann zusätzliche Informationen zu veröffentlichen.