Mit der Finanzierung will Manifold die Weiterentwicklung seiner AIDR-Plattform vorantreiben. Das Unternehmen adressiert ein unmittelbar bevorstehendes Sicherheitsproblem: Entwickler nutzen heute bereits KI-Agenten auf ihren Rechnern, die Zugriff auf Quellcode, Produktionssysteme und CI/CD-Pipelines haben. Diese Agenten sind mit einem wachsenden Ökosystem von Model Context Protocol (MCP) Servern, Skills und Drittanbieter-Tools verbunden — ohne dass diese Verbindungen überwacht werden.
Manifolds CEO und Co-Founder Neal Swaelens warnt: “Mit Tools wie Claude Cowork wird sich dieses Muster bald auf jeden Knowledge Worker ausbreiten. Diese Agenten führen nicht nur aus, sie haben tatsächliche Zugriffskontrolle. Die Sicherheitslösungen der ersten Generation wurden nicht für dieses Problem entwickelt.”
Manifolds Plattform arbeitet mit bestehender Infrastruktur zusammen und bietet Security-Teams vollständige Sichtbarkeit über alle AI-Agenten in ihrer Umgebung. Die Lösung identifiziert Verbindungen zu MCP-Servern, Datenbanken und externen Systemen und erkennt anomales Verhalten in Echtzeit. Bei verdächtigen Aktivitäten können rogue Agenten unmittelbar isoliert, bereinigt oder terminiert werden.
Der Finanzierungsrunde beteiligten sich neben dem Lead Costanoa Ventures auch mehrere Angel-Investoren. Sie spiegelt die wachsende Nachfrage nach agentic Security wider — ein Bereich, in dem mehrere spezialisierte Startups Funding erhalten, darunter das Agentic Security Operations Platform-Unternehmen Surf AI, das 57 Millionen Dollar einsammelte.
Für deutsche Unternehmen ist dieser Trend relevant, da die Integration von autonomen KI-Systemen auch hierzulande zunimmt. Bislang fehlen jedoch standardisierte Sicherheitslösungen für diese neuartige Bedrohung. Manifolds Ansatz könnte ein Modell darstellen, nach dem auch europäische Anbieter ihre Sicherheitsarchitekturen entwickeln müssen.
