Manifold positioniert seine Plattform als Antwort auf die wachsende Zahl autonomer KI-Agenten, die in Unternehmensumgebungen laufen. Die Software wird auf der bestehenden Infrastruktur ausgerollt und deckt dort die Verbindungen der Agenten zu MCP-Servern, Datenbanken und externen Systemen auf. Auffälliges Verhalten meldet sie nach Unternehmensangaben in Echtzeit.

Kern des Ansatzes ist die Sichtbarkeit: Sicherheitsteams sollen jederzeit nachvollziehen können, welche Agenten aktiv sind, welche Zugriffsrechte und Fähigkeiten sie sich verschafft haben und wo daraus Risiken entstehen. Auf dieser Grundlage lassen sich auffällige Agenten laut Manifold sofort isolieren, bereinigen oder beenden.

Mitgründer und CEO Neal Swaelens beschreibt das zugrunde liegende Problem an einem konkreten Szenario: “Jeder Entwickler hat heute Coding-Agenten auf seinem Laptop, die Zugriff auf Quellcode, Produktionssysteme und CI/CD-Pipelines haben – verbunden mit einem wachsenden Ökosystem aus MCP-Servern, Skills und Werkzeugen von Drittanbietern, die niemand prüft.”

Dieses Muster werde sich bald auf alle Wissensarbeiter ausweiten, so Swaelens mit Verweis auf Angebote wie Claude Cowork und OpenClaw. Entscheidend sei, dass solche Agenten nicht nur kommunizierten, sondern Aktionen ausführten. Sicherheitswerkzeuge der ersten Generation seien dafür nicht ausgelegt gewesen – genau dieses Problem solle Manifold lösen.

Das Unternehmen wurde 2025 gegründet und hat seinen Sitz in Kalifornien. Die Seed-Runde über 8 Millionen Dollar führte Costanoa Ventures an; daneben beteiligten sich Cherry Ventures, Rain Capital, Modern Technical Fund sowie mehrere Angel-Investoren. Das Kapital soll vollständig in die Entwicklung der AIDR-Plattform fließen.