Im Mittelpunkt der Ankündigungen standen die neuen Agenten mit dem Namen Dots. Sie sind darauf ausgelegt, laufende Aufgaben eigenständig und vorausschauend für Nutzer zu übernehmen. Altman beschrieb sie als „eine Art KI-Helfer, der einem immer den Rücken freihält – inspiriert von den coolen Varianten, die wir alle in Filmen gesehen haben, als wir aufwuchsen".
Damit positioniert sich OpenAI gegen Metas persönlichen Agenten Muse, dessen Popularität nach Metas eigener Entwicklerkonferenz kürzlich sprunghaft angestiegen war. Ergänzt wurde das Paket durch GPT-6.1 Sol, eine verbesserte Version von GPT-6 Sol, sowie durch eine Premium-Geschwindigkeitsstufe mit der Bezeichnung „Ultrafast" und weitere Neuerungen und Aktualisierungen.
Deutlicher als die Ankündigungen selbst war für Beobachter die Leerstelle im Vortrag. Einen Tag vor der Konferenz hatte OpenAI erklärt, die Freigabe eines neuen KI-Modells wegen Sicherheitsbedenken der eigenen Forscher aufzuschieben. Diese Offenlegung fiel in eine Phase, in der aus der Branche vermehrt Rufe laut werden, das Entwicklungstempo zu verlangsamen, damit Sicherheitsvorkehrungen nachziehen können. Auf der Bühne verlor Altman darüber kein Wort.
Stattdessen wählte er zum Abschluss ein historisches Bild: Der KI-Boom sei eher als Renaissance denn als industrielle Revolution zu verstehen. „Die beste Version von KI besteht nicht darin, Menschen zu Rädchen in einer riesigen Maschine zu machen, die sich immer schneller dreht. Es gibt Bereiche des Lebens, die wir nicht automatisieren können und auch nicht automatisieren sollten", sagte Altman. KI solle Menschen mehr Kontrolle über ihr eigenes Leben geben, mehr Werkzeuge zum Erschaffen, Lernen, Entdecken und zur Erweiterung von Wissen.
Zeitgleich zur Konferenz trafen sich Altmans Branchenkollegen am Dienstag mit Präsident Donald Trump. Viele Stimmen aus dem Silicon Valley fordern staatliche Leitplanken für die Technologie; Trump hat sich gegen eine stärkere staatliche Aufsicht über KI gestellt.
Altman selbst nahm wegen der Konferenz nicht teil. OpenAI war durch Präsident und Mitgründer Greg Brockman im Weißen Haus vertreten. Ebenfalls anwesend waren Dario Amodei von Anthropic, Amazon-Chef Jeff Bezos, Nvidias Jensen Huang, Elon Musk für Tesla und SpaceX sowie Microsoft-Chef Satya Nadella. Hinzu kamen mehrere weitere Branchenvertreter, hochrangige Regierungsmitarbeiter und der Sprecher des Repräsentantenhauses, Mike Johnson.
