MetaMask reagiert nach eigenen Angaben auf einen Sicherheitsvorfall, der Teile der eigenen Infrastruktur betrifft. Der Wallet-Anbieter sprach am Donnerstag von einem „laufenden Sicherheitsvorfall" und erklärte: „Wir arbeiten aktiv an der Behebung des Problems – intern sowie in Abstimmung mit externen Partnern und Sicherheitsberatern."
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sehe man keine unmittelbare Bedrohung für MetaMask-Wallets, so das Unternehmen weiter. Zu Art, Ursache oder Umfang des Vorfalls machte MetaMask keine weiteren Angaben.
Als vorsorgliche Maßnahme beendet das Unternehmen betroffene Validatoren in seinem nicht-verwahrenden Staking-Betrieb. Dieser Schritt erfolge in Abstimmung mit Kunden und Partnern. MetaMask verwies zugleich auf die Struktur des Angebots: „Zur Erinnerung: Unsere Staking-Dienste sind nicht-verwahrender Natur, und wir verwalten keine Abhebeschlüssel für den Einsatz unserer Kunden."
Bestätigt wird der Vorgang von Lido, einer dezentralen Liquid-Staking-Lösung für Ethereum. Dem Protokoll zufolge hat MetaMask Schritte zum Schutz der Kundenwerte im Zusammenhang mit den von ihm betriebenen Ethereum-Validatoren eingeleitet. Dazu zähle der Ausstieg aus den ETH-Validatoren im Lido-Protokoll.
Lido weist darauf hin, dass diese Maßnahme Kosten verursachen dürfte: Zu erwarten seien entgangene Belohnungen sowie mögliche Strafen für Ausfallzeiten, falls Validatoren in naher Zukunft offline genommen werden, um Risiken durch potenzielle Netzwerkstrafen zu verringern.
Der Ausstiegsprozess hat demnach bereits begonnen. Die letzten betroffenen Validatoren sollen nach Angaben von Lido bis zum Ende des 7. Oktober 2026 ausgestiegen sein – allerdings noch nicht vollständig abgezogen.
Die Lage ist weiterhin in Bewegung; weitere Einzelheiten stehen bislang aus.
